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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 103

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 103 (sequence 103)
Language
German, English, Hebrew
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Wilkansky 103 Erfolg des Läufers wird von seinen Fähigkeiten und dem pünktlichen Start bestimmt. Wenn einer dem zweiten nur um einen Augenblick zuvorkommt, wird er ihn nicht erreichen, es sei denn, daß seine Fähigkeiten doppelt so groß sind. Wenn wir auch in die weite Welt gleichzeitig mit unseren Konkurrenten hinausziehen könnten, so ist die Arbeit noch schwer, den langen und schweren Weg der Konkurrenz Schritt für Schritt durchzumachen. Aber wir haben Jahrzehnte versäumt, sodaß wir hervorragende, erprobte Läufer stellen und entsprechende Trainingsvorrichtungen schaffen müssen. Und das sind: systematische wissenschaftliche Forschung, die den Weg verkürzt und die Entfernungen verringert, unter einer Erziehung und Führung, die die Erfolge der Forschung aus den Laboratorien und Versuchsparzellen auf das Feld und in die Fabrik bringt. Die Kritiker sehen auch hier nicht den Zusammenhang zwischen dem Schlagen einer Brücke und der Verfertigung von Geräten und Werkzeugen, die dem vorangehen müssen. Auch eine Universität fällt nicht vom Himmel, sondern sie wächst organisch. Auf jeden Fall aber besteht dieses Gesetz im Reich der Biologie. Alles, was im Lande lebt, blüht und gedeiht, unterliegt jahrelanger Forschung. Und der Unterricht ist nicht möglich auf Grund von Lehrbüchern, die unter einem anderen Himmel, in einem anderen Lande geschaffen wurden. Zehn Jahre biologischer Forschung ist eine kurze Zeit. Der Anfang kann nur nach den ersten Forschungsergebnissen gemacht werden. Jene, die sich mit ihrer Weisheit brüsten, daß sie schon vor Jahren auf die Notwendigkeit, mit dem Unterricht zu beginnen, hingewiesen haben2 gleichen manchen^ die sehen, wie Orangen zu Chanuka gegessen werden, und stolz darauf sind., schon Roschhaschana darauf hingewiesen zu haben. Auf der Tagesordnung steht die GRÜNDUNG EINES LANDWIRTSCHAFTLICHEN INSTITUTES mit vierjährigem Lehrgang: Zwei Jahre Biologie-Unterricht an der Universität in Jerusalem, zwei Jahre Landwirtschaft in der Versuchsstation in Rechoboth. Allerdings muß das Budget des Institutes sichergestellt werden. Hunderte Schüler lernen außerhalb des Landes unter anderen Bedingungen und müssen nach ihrer Rückkehr ins Land in vielen Dingen von neuem anfangen. Sehen wir denn nicht den Zusammenhang zwischen einer starken Volkswirtschaft und erfahrenen Wirtschaftlern, die zu ihrer Errichtung nötig sind? In jedem fortgeschrittenen Lande ist eine solche Hochschule der Führer und Organisator von wichtigen Werken in gemeinsamem Wirken mit den führenden Personen der praktischen Landwirtschaft. In kurzer Zeit werden die Zitruspflanzungen, ob wir es wollen oder nicht, eine Fläche von 200.000 Dunam bedecken. Der Ruf nach einer Unterbrechung der Orangenpflanzung ist ein Ruf in der Wüste. In der Organisierung einer

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