Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 89 (sequence 89)
- Language
- German, English, Hebrew
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Wilkansky 89 landsverteidigung gebucht als direkte Folge des Krieges. Sie wurden nicht dem Bauer aufgebürdet. Ihm wurde kein Skelett, sondern ein ameliorierter Boden übergeben, der imstande ist, hohe Ernten hervorzubringen. Der Boden wurde ihm nach den Marktpreisen, nicht aber nach der Summe übergeben, die der Wiederaufbau gekostet hatte. Auch wir, die Rückkehrenden nach Zion, müssen die Zerstörungen seit unserem Kriege mit den Römern wiederherstellen. Das ist die Wirtschaft einer etwas späteren Zeit, nachdem wir an Kraft gewonnen und uns befestigte Stützpunkte gesichert haben werden. Anders ist aber unsere Volkswirtschaft in den Grundlagen, die heute und morgen gelegt werden. Wir müssen bei der Wahl der Positionen und bei der Auswahl des ersten Materials sehr streng vorgehen. Wir müssen uns nur mit solchen ökonomischen Positionen befassen, die unter einem Minimum von beschränkenden Produktions- Faktoren stehen. Es genügt für uns nicht, daß unsere Volkswirtschaft sich selbst erhält und von äußerer Hilfe nicht abhängig ist, sie muß eine Tragfähigkeit besitzen, um auf ihrer Schulter auch andere mitzutragen. Eine Volkswirtschaft setzt sich aus einzelnen Wirtschaften zusammen, und die Kette reißt an dem schwächsten Ring. Es sollen daher nicht Wirtschaften wie elektrische Batterien geschaffen werden, die ihr Licht von äußeren Quellen bekommen, und wenn die einzelne Quelle aufhört, so entfernt sich die Kraft und das Licht erlischt. Es sollen lieber wenige sein, aber verbunden mit ununterbrochenem Kontakt zur ersten Kraftquelle. Eine fundierte Wirtschaft, konkurrenzfähig mit ihren Produkten, kann nur eine solche sein, die sich in einem Minimum von beschränkenden Faktoren befindet: in Bezug auf alle Produktions-Faktoren — Klima, Bodennatur, Natur und Ausbildung des arbeitenden Menschen. Nur die Wirtschaft, die sich in ihrer natürlichen Zone befindet, wird sich konkurrenzfähig erweisen. Die direkte Schlußfolgerung ist: In Bezug auf die Auswahl der Ansiedlungszonen und der Wirtschaftstypen muß eine Reihenfolge festgesetzt werden, die bestimmt, was früher kommt und was später folgt. Bei der Auswahl der Zonen kommt die Küstenzone als erste in Betracht, als zweite die Täler über dem Wasserspiegel, als dritte die Täler unter dem Wasserspiegel und als letzte die Gebirgskette. Der höchste Ort ist in diesem Falle' der letzte in der Reihe und der tiefste kommt vor dem letzten. Die Produktionsfaktoren, die die Konkurrenzfähigkeit der, Bodenerzeugnisse bestimmen und entscheiden, sind folgende: ein mildes Klima, ein zur Bearbeitung günstiger Boden, der Verwicklungen infolge Irrigation nicht ausgesetzt ist, Wasser, das in Bezug auf sein Salzquantum gut brauchbar ist, und vor allem Monopolfrüchte. Bei der Wahl der Wirtschaftstyfen: die Zitrusfrüchte, die intensiven „Mosaik-Wirtschaften", die extensiven Ameliorations- Wirtschaften. Jeder Wirtschaftstypus muß seine natürliche Zone behalten.