Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 73 (sequence 73)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ringel, Farbstein 73 rien-Syrien, Strasbourg-Indien-Neuseeland, Dänemark-Schweden-Norwegen-Chile-Mexiko je i Mandat. Geehrter Kongreß! Das Kongreßgericht hat sich bei der Prüfung der Wahlen von dem Prinzip der Gerechtigkeit, des zionistischen Patriotismus und der Einheit der Partei leiten lassen. Wir wollen hoffen, daß dieses Prinzip auch von allen jenen eingehalten werden wird, die durch den Filter der Wahlprüfung hindurchgegangen sind, und daß auch der Kongreß selbst sich diese hohen Prinzipien vor Augen halten wird bei seinen Beratungen und Beschlüssen (Lebhafter Beifall). VORS. PRÄS. SOKOLOW: Ich glaube im Namen des gesamten Kongresses zu sprechen, wenn ich dem Kongreßgericht, das seine schwere Aufgabe in ausgezeichneter Weise durchgeführt hat, und dessen Leitung unsern herzlichsten Dank ausspreche (Lebhafter Beifall). REFERAT ÜBER PROBLEME DER STÄDTISCHEN KOLO¬ NISATION IN PALÄSTINA MIT BESONDERER BERÜCKSICH¬ TIGUNG DES JÜDISCHEN MITTELSTANDES. H. FARBSTEIN (Mitgl. d. Ex. — spricht hebräisch): Bezüglich der industriellen Möglichkeiten in Palästina hat die Exekutive der Agency in einem Memorandum, das sie Herrn Simpson überreichte, betont, daß die entscheidende Frage der Entwicklung der Industrie Erez Israels nicht die Rohmaterialien und Absatzmärkte bilden, sondern einzig und allein die Zahl der Juden, die bereit sind, mit ihrem Vermögen und ihrer Erfahrung nach Palästina zu kommen. Und das ist wirklich die Hauptsache. Selbstverständlich hat auch die fachliche Erfahrung einen großen Wert, da sie der neuen Industrie ermöglicht, mit der Industrie in anderen Ländern zu konkurrieren. Vergessen wir nicht, daß wir, wenn wir jetzt daran gehen, die neue Industrie zu organisieren, keine Tradition, keine langjährige Erfahrung haben und daß wir auch keine statistischen Zahlen besitzen, auf die wir uns stützen könnten. Auch müssen wir uns erinnern, daß weder die Zionistische Organisation noch die Jewish Agency früher bewiesen haben, daß sie Verständnis für Handel und Industrie haben, die eine der Grundlagen beim Bau der Jüdischen Heimstätte sind. Der Grund dafür war die Ueberzeugung der Mehrzahl der Zionisten und der Leitung der Bewegung, daß die Nationale Heimstätte einzig und allein durch die Landwirtschaft und nicht durch andere Faktoren erbaut werden würde. Unter solchen Bedingungen muß man sich wundern, daß trotz aller Anstrengung der Bewegung, sich überhaupt nicht mit der Industrie zu beschäftigen, oder nur äußerlich der Pflicht Genüge zu tun, daß trotz dieses sorglosen Verhaltens im Verlauf der letzten Jahre sich eine jüdische Industrie entwickelt und einen recht beträchtlichen Rang in der Wirtschaft des Landes gewonnen hat. Das jüdische Volk hat seine Sache aus einem gesunden Instinkt