Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 582 (sequence 585)
- Language
- German, English, Hebrew
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582 Council-Sitzung: Bericht der Organisationskommission Sperrung von Schulen bedeutet, so werden wir es hier tun, sonst werden wir zu all diesen Fragen im Administrative Committee Stellung nehmen (Beifall). Dr. MAURICE B. HEXTER: Wenn ich das Wort Kinderspiel gebraucht habe, so habe ich damit nicht die Palästinaarbeit gemeint, sondern die Methoden, die hier angewendet werden, um eine Vergrößerung des Budgets herbeizuführen, ohne daß man weiß, woher das Geld kommen wird. Das Amendement Steindler wird mit jy gegen 18 Stimmen angenommen. Es wird über den Antrag von Ussischkin zusammen mit dem Amendement Steindler abgestimmt und der Antrag nebst dem Amendement angenommen. BERICHT DER ORGANISATIONSKOMMISSION. VORSITZENDER DER ORGANISATIONSKOMMISSION LEON LE- VITE (Zionists Polen — spricht deutsch): Im Namen der Organisationskomission habe ich Ihnen zu berichten, daß wir uns in erster Reihe mit Fragen des Verhältnisses zwischen den Instanzen und Institutionen der Zionistischen Organisation und der Jewish Agency befaßt haben. Darüber wurden in der Kommission verschiedene Vorschläge gemacht. Die Organisationskommission vertritt den Standpunkt, daß die Zeit noch nicht gekommen ist, um grundlegende Änderungen unserer in Zürich beschlossenen Verfassung vorzunehmen. "Wir glauben, daß die Zusammenarbeit beider Partner in diesen zwei schweren Jahren noch keine genügende Erfahrung und noch kein ausreichendes Material ergeben hat, um entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen und radikale Änderungen durchzuführen. Vergegenwärtigen Sie sich, in welchem Verhältnis die beiden Partner miteinander gearbeitet haben. Es waren Personen verschiedener Mentalität, an verschiedene Arbeitsmethoden und Traditionen gewöhnt, Menschen, die in verschiedenen Weltteilen den Kampf mit der Geographie weiterführen, um in Palästina oder in London als Mitglieder der betreffenden Institutionen für kurze Zeit zusammenzuarbeiten. Die Arbeit selbst und die ganze Materie waren neu, und es ist daher nicht verwunderlich, daß manche Mißverständnisse oder Kompetenzstreitigkeiten in Erscheinung traten. Charakteristisch aber ist, daß gerade, wenn man bei einer praktischen, realen und konkreten Arbeit an einem Tische saß, wie z. B. in Palästina, es keine Mißverständnisse und Kompetenzfragen gab. Ich möchte ein Beispiel anführen: Wie Sie wissen, haben wir eine ständige Politische Kommission. In der ungewöhnlichen Situation der letzten Jahre wäre es nötig gewesen und doch war es natürlich unmöglich, daß die Mitglieder der ständigen Politischen Kommission wochen- und monatelang in London gewesen wären. Daraus ergaben sich gewisse Mißverständnisse. Die von der Zionistischen Organisation ernannte Politische Kommission arbeitete wochenlang mit der Exekutive der Jewish Agency zusammen. Dies führte zu Klagen von verschiedenen Seiten. Tatsache aber ist, daß es nicht anders ging, denn der Moment war ernst. Trotz dieser kleinen Differenzen glauben wir, daß wir kein Recht haben, jetzt einschneidende Änderungen vorzunehmen, umsomehr, als ja Vorschläge solcher Art schon drei Monate vorher hätten gemacht werden müssen. Wir schlagen daher nur unwesentliche Änderungen vor: in erster Reihe Bestimmungen für die Besetzung freigewordener Ämter. Die Praxis der verflossenen zwei Jahre hat uns leider in die