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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 476

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 476 (sequence 479)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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4/6 stehen muß«, sind bei der Behandlung des Landentwicklungsplans Tendenzen zum Vorschein gekommen, die Interessen der jüdischen landwirtschaftlichen Ansiedlung hinsichtlich des Ausmaßes ihres Anteils an der Anleihe sowie hinsichtlich der zeitlichen Reihenfolge der Ausführung des Plans den andern Aufgaben, die im Landentwicklungsplan in Aussicht genommen sind, unterzuordnen. Der Kongreß erklärt, daß der von der Regierung projektierte Landentwicklungsplan die Unterstützung der Jewish Agency nur dann finden kann, wenn er auf dem Grundsatz der vollen Gleichheit des jüdischen und arabischen Anteils an den Vorteilen dieses Planes und auf dem Grundsatz der Gleichzeitigkeit der Ausführung basiert. 4. PRINZIPIEN DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS. Die Grundprinzipien des Jüdischen Nationalfonds — die Unveräußerlichkeit -seines aus freiwilligen Beiträgen der Juden erworbenen Grund und Bodens und das Prinzip der jüdischen Arbeit — sind für das Gelingen des jüdischen Werkes in Palästina unerläßlich. Das System des J.N.F. entspricht den fortschrittlichen Idealen der Menschheit, denn es beruht auf der gerechten Verteilung des Bodens unter denjenigen, die ihn bearbeiten, und erstrebt seine intensive Nutzung, Hebung der gesamten Volkswirtschaft <les Landes und Wahrung der Interessen der Gemeinschaft als Obereigentümers des Bodens. Die Zionistische Organisation hält daher an diesem Grundsatze fest, und der ^XVII. Kongreß lehnt die von Sir John Hope Simpson an dem Jüdischen Nationalfonds geübte Kritik entschieden ab. Bodenerwerb ist die Voraussetzung für die Schaffung einer jüdischen Bauernklasse, die die Grundlage des gesamten jüdischen Aufbauwerkes in Palästina darstellt. Daher muß die Bodenerwerbstätigkeit des K.K.L. mit allen Mitteln gefördert werden. Der XVII. Kongreß betrachtet jede den jüdischen Bodenerwerb erschwerende Gesetzgebung als mandatswidrig und hemmend für die Verwirklichung des Jüdischen Nationalheimes. Der Kongreß bestätigt die Richtlinien der Bodenpolitik des K.K.L. im Sinne des Erwerbs von Ländereien in allen Gebieten, die der Siedlungsarbeit in der nahen Zukunft neue Möglichkeiten eröffnen, und fordert eine unermüdliche Fortsetzung dieses Werkes. Er besteht auf der Forderung der "Obergabe eines entsprechenden Teils der Staatslän- -dereien an die Juden für die im Mandat vorgesehene dichte jüdische Ansiedlung. 5. J.T.A.-INTERVIEW. Der Kongieß bedauert die im J.T.A.-Interview gemachten Äußerungen Dr. Weiz- Tnanns und erachtet seine auf die Interpellation erteilte Antwort als unzureichend. 6. VERFOLGUNG DES ZIONISMUS IN RUSSLAND. Angesichts der ununterbrochenen und wachsenden Verfolgungen gegen die Träger des Zionismus, der jüdischen Religion und der hebräischen Kultur in Sowjet-Rußland wiederholt der XVII. Zionistenkongreß seinen energischen Protest gegen diese seitens der Sowjet-Regieiung unter dem unwahren Vorwand konterrevolutionärer Betätigung veranstalteten Verfolgungen. Der Kongreß verzeichnet mit Erbitterung, daß in der letzten Zeit auch die Veifolgungen gegen die zionistischen Verbannten, deren Verbannungs- und Verhaftungszeit bereits beendet ist, erheblich zugenommen haben. Der Kongreß beauftragt die Exekutive, alle nötigen Schritte zu unternehmen, um <lie Auswanderung aller wegen ihrer zionistischen Gesinnung Verfolgten aus Rußland nach Palästina zu ermöglichen. Der Kongreß sendet den für das zionistische Ideal schwer kämpfenden und leidenden Zionisten in der Sowjet-Union seine brüderlichen Ermutigungsgrüße. 7. FRAGE DER KALENDERREFORM. Der Kongreß beauftragt das A.C., der Frage der jotzt geplanten Kalenderreform seine besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden und alle Aktionen zu unterstützen, die geeignet sind, die den Sabbath gefährdenden Entscheidungen in dieser Frage zu verhindern.

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