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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 392

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 392 (sequence 395)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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39* ip. Kongreß-Sitzung: Beriebt der Politischen Kommission vor unseren Augen die zionistischen Ziele, den Judenstaat, die jüdische Majorität zu beiden Seiten des Jordan, verkleinert hat. Und als jetzt die Politische Kommission eine solch miserable und kleine Resolution vorschlug, versucht man noch im letzten Moment Sie dazu zu zwingen, auch auf dieses Minimum zu verzichten, das in der Resolution der Politischen Kommission zum Ausdruck kommt. Das ist der beste Beweis dafür, wie der Weg des Verzichtes, der defaitistische Weg der Interpretation gefährlich ist, und wie es ebenso gefährlich ist, daß auf diese freie Tribüne, die durch Herzl geschaffen wurde, Faktoren Einfluß haben, die sich außerhalb des Kongresses befinden (Beifall). Auf dem Kongreß wird hier ein unzulässiger Präzedenzfall geschaffen, daß nämlich unsere Beratungen und Beschlüsse durch Einflüsse von außen bestimmt werden. Heute ist es der Fall bei der Frage der Endziele, morgen wird es bei der Frage der Leitung der Fall sein. Der zionistische Kongreß darf unter einem solchen Druck nicht arbeiten, und wir protestieren gegen den Präzedenzfall, der auf diesem Kongreß geschaffen wurde (Beifall). Und wir müssen Sie und auch diejenigen, die sich in diesem Saal nicht befinden, darauf aufmerksam machen, wie gefährlich es ist, daß man an den Begriff „jüdischer Staat" mit Befürchtungen und in einer Panikstimmung herangeht, daß man sich auf einem zionistischen Kongreß davor fürchtet, das Wort Judenstaat auszusprechen, dieses Wort, das mit dem jüdischen Leben eng verbunden ist, mit unserem Trost und unserer Hoffnung. Diejenigen unter Ihnen, die glauben und verlautbaren, daß der Begriff des Judenstaates mit Unterdrückung verbunden ist, leisten nur unseren Feinden einen guten Dienst und schaffen einen gefährlichen Präzedenzfall in der Beurteilung unserer Ziele. Niemand unter den Zionisten seit der Gründung der zionistischen Bewegung hat sich einen Judenstaat vorgestellt, wo jemand unterdrückt werden kann. Wir alle, und auch die Gründer der zionistischen Bewegung, sehen in dem Judenstaat einen Platz für Freiheit, für Frieden, für Arbeit und Zusammenarbeit von allen Völkern, die dort wohnen. Mit welcher Idee werden Sie zu der jüdischen Jugend und zu den jüdischen Massen kommen, wenn Sie auf dem Zionistenkongreß den Begriff Judenstaat verleugnen? Wir protestieren dagegen, wir werden uns durch keine Drohungen abschrecken lassen und offen erklären, daß wir einen Judenstaat und eine jüdische Mehrheit wünschen. Und da wir unser Endziel kennen und in unseren Wünschen ehrlich sind und wissen, daß ein Judenstaat kein Platz für Unterdrückung ist, so fürchten wir uns nicht, von dieser Tribüne vor der ganzen Welt unser aufrichtiges Bestreben zu proklamieren, das Bestreben derjenigen, die sich innerhalb und außerhalb des Saales befinden und nicht durch Furcht vor Verdächtigungen und durch Parteiinteressen beeinflußt sind. Wir haben in der Politischen Kommission erklärt, daß wir unseren Antrag nicht eingebracht hätten, wenn wir nicht deutlich gesehen hätten, wie man uns immer mehr unserer Rechte beraubt, die wir während des Krieges und nach dem Kriege erreicht haben, und wie Erez Israel von einer politischen und physischen Mauer umringt wird, die es für uns zu einem fast unerreichbaren Lande macht. Durch die Handlungen der englischen Regierung, durch die Handlungen der Zionistischen Exekutive und durch gewisse ständige Bemühungen werden die Hoffnung und der Glaube des jüdischen Volkes an Erez Israel untergraben. Unserer Ansicht nach handelt es sich hier nicht um eine Demonstration oder Deklaration, sondern es ist unsere tiefe Überzeugung, daß alles, was auf dem politischen, auf dem ökonomischen und dem organisatorischen Gebiet vor sich geht, einer Grund-

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