Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 360 (sequence 363)
- Language
- German, English, Hebrew
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360 16. Kongreß-Sitzung: Bericht der Organisatioyiskommission schem Gebiet zu unterstützen, aber wir glauben, daß es dafür gar nicht nötig ist, die politischen Rechte preiszugeben, die laut dem Mandate der Zionistischen Organisation zustehen. Die Jewish Agency ist ein Begriff, der im Mandat begründet ist, sie ist eine Institution, die berechtigt ist, mit der Regierung zu beraten und zu kooperieren, eine politische Vertretung, die „politisch" bleibt, auch wenn der Inhalt der einen oder der anderen Intervention ein Ökonomischer ist. Verhandlungen über Anleihen oder Landwirtschaft mit Behörden oder Regierungen sind politische Akte, die unserer Meinung nach nur dann gedeihen können, wenn sie im Namen des Zionismus geführt werden. Darum wollen wir die Souveränität der Zionistischen Organisation (Unruhe und Zwischenrufe). Daher wollen wir die politische Prärogative der Zionistischen Organisation als der einzigen Trägerin des Begriffes und der Funktion der Jewish Agency nicht preisgeben. Da sie leider bereits preisgegeben wurde, stehen wir jetzt vor Umständen, die von uns Schritte verlangen, um diesen Zustand zu beseitigen. Als Begründung möchte ich nur folgendes erwähnen: Wir haben uns an die Exekutive mit der Anfrage gewandt, ob die Souveränität der Zionistischen Organisation in politischer Hinsicht noch bestehe. Die Antwort war: „Nein, sie besteht nicht mehr." Dasselbe wurde aus Berlin referiert im Namen des Herrn Direktor Wassermann, so, glaube ich, ist sein Name (Zwischenrufe), ja, ich glaube, sein Name ist Wassermann (verstärkte Zwischenrufe. Zur Linken:) Schweigen! VORS. VIZEPRÄS. Dr. SILBERSCHEIN: Ich bitte, Herr Jabotinsky, diesen Ton nicht zu gebrauchen. Ich bitte fortzufahren. VLADIMIR JABOTINSKY: Ich bin zu Ende, Herr Präsident. Der Antrag auf Überweisung des ganzen Materials an das A.C. im Sinne der Ausführungen des Referates wird mit 113 gegen 50 Stimmen angenommen. VORS. VIZEPRÄS. Dr. SILBERSCHEIN: Der Antrag Jabotinsky ist durch die vorige Abstimmung erledigt, da er dem vom Kongreß angenommenen Antrag widerspricht. MEIR GROSSMAN (Rev., Rumänien): Hat der Kongreß beschlossen, das Aktionskomitee zu beauftragen, sich mit der Frage der Kündigung des Vertrages mit der Jewish Agency zu befassen? VORS. VIZEPRÄS. Dr. SILBERSCHEIN: Nein. Es wurde der Beschluß gefaßt, die ganze Frage, wie sie die Organisationskommission behandelt hat und wie sie hier von Dr. Barth dargestellt wurde, als Material an das A.C. zu überweisen, das sich damit befassen und sich über die Möglichkeiten des Ausbaues der Jewish Agency informieren soll. BERICHTERSTATTER Dr. BARTH: Ich habe in meinem Bericht gesagt, daß der Kommission zweierlei Anträge vorlagen, 1. der Antrag der Revisionisten auf Kündigung der Verträge mit der Jewish Agency; 2. eine Anzahl untereinander divergierender Anträge auf Einleitung von Verhandlungen über eine Änderung der Konstitution der Jewish Agency. Die Kommission hat alle Anträge abgelehnt, dann aber beschlossen, den zweiten Komplex dem A.C. zu überweisen, damit es nochmals die in der Kommission ausgesprochenen Meinungen