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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 339

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 339 (sequence 342)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Brodie 339 versuchen, den Kredit oder die wichtigsten Erfordernisse auch nur eines Teiles der existierenden palästinensischen Unternehmungen, von denen viele Hilfe beanspruchen, zu decken. Wir müssen vielmehr unsere Mittel auf eine Auswahl von „Schlüsselindustrien" konzentrieren, die aller Voraussicht nach die Aufnahmefähigkeit Palästinas erheblich vergrößern können. Die Citrus-Industrie bildet zweifellos das ökonomische Rückgrat Palästinas, ihre Möglichkeiten allein reichen in den nächsten Jahren aus, um die Schwierigkeiten in der passiven Handelsbilanz zu überwinden. Aber es müssen die fundamentalen Zentral-Instrumente für ihre Stabilisierung und ihr Wachstum geschaffen werden. Über die Ausbeutung des Toten Meeres habe ich schon gesprochen. Die Errichtung einer Hypothekenbank kann nicht länger aufgeschoben werden. Die Palestine Mortgage and Credit Bank Ltd. leistet bereits ausgezeichnete Arbeit, aber ihr Kapital von 300.000 Dollars ist vollkommen unzulänglich. Große Geldsummen, die iheute in absolut sicheren Besitzungen festliegen, können mittels einer gesunden Hypothekarwirtschaft flüssig gemacht und in die Kanäle von Handel und Industrie geleitet werden. Es sollte ferner sofort eine Engineering and Contracting Corporation gegründet werden. Gegenwärtig werden Bauunternehmungen aller Art mit unzulänglicher Ausrüstung und oft nicht genügend ausgebildetem Personal durchgeführt, wichtige Kontrakte für die Errichtung öffentlicher Gebäude werden noch ausländischen Unternehmern übergeben, wie es z. B. beim Rockefeller-Museum der Fall war. Eine moderne Baugesellschaft würde ein neues Feld jüdischer Arbeit, die Erstellung von Regierungs- und Kommunalbauten, erschließen und im Zusammenhang mit der vorgeschlagenen Hypothekarinstitution die Baukosten für die Siedler außerordentlich reduzieren. Das nächste wäre eine Gesellschaft jür Industriekredite. Es muß ferner die Organisation einer Einrichtung zur Entwicklung der Heimindustrie ins Auge gefaßt werden. Die Gründer der Shani- Werkstätten glauben schon heute eine Industrie zu entwickeln, durch welche Tausenden Menschen Arbeit gegeben wird. Ich mache Sie weiter auf die Entwicklung von kleinen Citrus-Plantagen aufmerksam. In Amerika und wahrscheinlich auch in anderen Ländern gibt es eine große Anzahl von Juden, die kleine Pflanzungen erwerben wollen. Eine zentrale Körperschaft soll die Böden erwerben und vorbereiten, es soll eine Geschäftskorporation sein, die nach den gesündesten Prinzipien und von den vertrauenswürdigsten Personen geleitet sein muß. Im Zusammenhang mit einem solchen Unternehmen könnten trotz der Depression Millionen amerikanischen Kapitals im Verlaufe weniger Jahre nach Palästina fließen. Schließlich kann durch geeignete Maßnahmen Palästina zum Zentrum für den Druck jüdischer Bücher für die ganze Welt gemacht werden. Die Produktionskosten sind niedriger als in anderen Ländern, die Transportkosten nach Amerika relativ klein, Amerika allein dürfte ein beträchtliches Absatzgebiet sein. Auf das außerordentlich umfangreiche Gebiet der langfristigen Kredite kann ich hier nicht näher eingehen. Mit dieser Aufzählung ist ja überhaupt nicht das ganze ungeheure Gebiet ökonomischer Anstrengung erledigt, durch welche die Juden der Diaspora Palästina behilflich sein können; ich habe nur ■die wichtigsten Beispiele erwähnt. Wie gewinnt man die Juden Amerikas für diese ökonomischen Unternehmungen? Den Juden der Diaspora muß bekanntgegeben werden, daß Palästina Kapital und Menschen aufnehmen kann ohne ein größeres Risiko als irgend ein anderes Land der Welt. Die Zionistische Organisation Amerikas versucht den

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