Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 336)
- Language
- German, English, Hebrew
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333 Fünfzehnte Kongreß-Sitzung. Freitag, io.Juli 1931, vormittags. Beginn der Sitzung 10 Uhr 50 Min. Vorsitz: Präsident Motzkin. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Da die Kommissionen mit ihrer Arbeit noch nicht fertig sind und die ersten Berichte frühestens in einer halben Stunde erstattet werden können, unterbreche ich die Sitzung bis 11 Uhr 30 Min. Nach der Unterbrechung wird um 11 Uhr jo Min. die Sitzung wieder aufgenommen. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Ich bedaure es sehr, daß wir bereits ilA Stunden Verspätung haben, aber die Fertigstellung der Berichte hängt nicht vom Präsidium, sondern von den Kommissionen ab. Wir haben neun Kommissionen, die bereits drei Tage gearbeitet haben. Jede Kommission hat, sobald sie fertig ist, zu berichten. Wir werden uns bemühen, die Beratungen über die Anträge der Kommissionen möglichst zu kürzen, so daß wir sie in zwei Tagen erledigt haben. Jetzt folgt der Bericht der Wirtschaftskommission, den deren Vorsitzender Herr Naiditsch erstatten wird. BERICHT DER WIRTSCHAFTSKOMMISSION, ISAAC NAIDITSCH (Allg., Weltw. — spricht pidisch): Die Aufgabe der Wirtschaftskommission war nicht, auf die brennende Farge der Finanzen und der Wirtschaft eine Antwort zu suchen, sondern einen Weg zu finden, um das jüdische Kapital nach Erez Israel heranzuziehen. Die Basis unserer Arbeit war die Broschüre „Ein Programm für die Beschleunigung der Absorptionsfähigkeit Palästinas" von Israel B. Brodie (New York), die hier verteilt wurde und von der Sie alle sicher bereits Kenntnis genommen haben. Wir haben uns damit befaßt, wie es möglich wäre, das kleinere, das mittlere und das große Kapital für die Arbeit in Erez Israel heranzuziehen. Die Form der Heranziehung des kleinen Kapitals wäre die der Saving Corporations (Sparkassen), deren Mitglieder Einzahlungen von 10 Cents bis 10 Dollar leisten. Die zweite Gruppe, die des Mittelstandes, kann nur mittels Orangen- und anderer Pflanzungen herangezogen werden, von denen wir wissen, daß sie Dividenden abwerfen und Lebensunterhalt geben. Das große Kapital für Industrien und andere große Unternehmungen sorgt für sich allein. Der Unterschied zwischen dem, was bisher auf diesem Gebiete getan wurde» und unseren Vorschlägen ist folgender: Bisher gab jeder Jude für Palästina als etwas Fremdes oder als eine Sache der Allgemeinheit. Nach unserem Vorschlage soll jeder Jude, der Erez Israel baut, für sich selbst bauen. Ich weiß nicht, ob es uns in den europäischen Ländern gelingen wird, mit den Sparkassen so viel zu