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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 287

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 287 (sequence 290)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Jaari, Federbusch, Stricker 287 dort aufeinander: die des Handels, des Verkehrs, der Religionen, der Imperialismen — daher ist die Frage der Sicherheit so kompliziert. "Wir können nicht anders als einen Status festlegen, wie wir mit den Arabern, unseren Partnern im Lande für alle Ewigkeit, leben wollen. Das ist die Hauptsorge des Zionismus. Die Engländer sind ein Konjunkturpartner, die Araber aber der ewige Partner. Und ich unterstreiche: Wir haben kein anderes Ideal als das zionistische, der Unterschied liegt in der Frage des Weges: Wir gehen den sozialistischen Weg zur Verwirklichung des Zionismus, die Revisionisten dagegen einen reaktionären — und darum geht der Streit. Prof. Weizmann sprach in seinem Referat von der Möglichkeit, noch weitere 50.000 Familien in der Landwirtschaft anzusiedeln. Das sind achtmal so viel Menschen, als bis heute in der jüdischen Landwirtschaft Palästinas leben. Und das nennt man Verkleinerung des Zionismus! Ihr wollt doch auch nichts anderes, aber Ihr Revisionisten und Eure Nachläufer wollt nicht, daß beide Völker in politischer Gleichheit im Lande leben, sondern Ihr seht auch im Begriff Judenstaat den Sinn von Prädominanz und Präponderanz. Der Kampf gegen Weizmann ist kein Kampf zwischen Minimalisten und Maximalisten, sondern zwischen dem progressiven Zionismus, der den politischen und wirtschaftlichen Weg zur Befreiung des jüdischen Volkes und zum Fortschritt innerhalb der Menschheit sucht, und der Reaktion (Beifall und Unruhe)- Unsere Bewegung ist eine verspätete nationale Bewegung. Die nationalen Freiheitsbewegungen der europäischen Völker vollzogen sich im 19. Jahrhundert, waren progressiv, hatten sozialen Inhalt. Der Zionismus kam hinterher. Es gab aber eine Persönlichkeit, die diesen fortschrittlichen Weg unbeirrt ging, Dr. Weizmann, und den wollt Ihr kaltstellen. Wir stehen zwischen zwei großen politischen Weltfronten, zwischen der wirtschaftlichen Not, die die ganze Welt umfaßt, und der jüdischen Not. Und wir haben zwar noch hunderte von Jahren Zeit zu leiden und Pogrome über uns ergehen zu lassen, aber wir haben keine lange Frist, eine nationale Grundlage für unser Volk in Palästina zu schaffen (Beifall). In dieser kurzen Spanne Zeit müssen wir alle fortschrittlichen, bauenden Kräfte vereinigen. Unser Unglück ist es, daß, noch ehe wir diese Basis geschaffen und unsere nationale Freiheit erlangt haben, die Reaktion, Kiasseninteressen und Klassenappetit in der Ziostischen Organisation ihr Haupt erhoben haben. Das war das größte Unglück, das uns geschehen konnte. Einheit — gewiß! Aber auf der Grundlage des Programmes und des Zionismus, der die Befreiung des jüdischen Volkes im Sinne der nationalen und allgemeinen Völkerbefreiung erstrebt (Lebhafter Beifall). ING. ROBERT STRICKER (Rev., Österreich — spricht deutsch): Der jüdische und zionistische Patriot Stephen Wise hat in seiner Rede die britische Arbeiterregierung angegriffen. Daraufhin wurde ihm vorgeworfen, daß er über die britische Arbeiterregierung Dinge gesagt hat, die er nicht sagen durfte. Man höre und sehe, was ein Nichtjude über die britische Arbeiterregierung und die Vorfälle im August 1929 sagt. Der Dekan der Jagiellonischen Universität in Krakau, Dr. Archutowski, schreibt: „Ich war im April 1929 in Palästina. Schon damals teilte mir unser dortiger Generalkonsul mit, daß die Stimmung im Lande gereizt und verhetzt sei und daß blutige Ausschreitungen, von arabischer Seite geplant, unmittelbar bevorstehen. Alle drückten die Meinung aus, daß Unruhen

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