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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 193

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 193 (sequence 196)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Locker, Holpern 193 lichkeit dazu gibt, so wollen wir sehen, ob langsam und an konkreten Dingen das Vertrauen von früher wieder aufgebaut werden kann, Herr Jabotinsky hat hier gesagt, daß schließlich alle, wie immer sie das Endziel formulieren, dasselbe wollen. Gut, also jetzt ist England gewarnt. Ich brauche mich also auch nicht zu scheuen, das Wort „Mehrheit" auszusprechen. Für unsere Gruppe ist wichtig, festzustellen, daß diejenigen, welche auf dem Standpunkt der Verkleinerung des Zionismus stehen — diese ganze Debatte über die Zielsetzung ist ja von jenen angefangen worden, welche den Zionismus verkleinern wollten — auf diesem Kongreß in einer lächerlichen Minderheit sind. Wenn wir das vor der Welt feststellen, so ist das wichtiger als jede Formulierung. Ich stehe nicht in so intimen Beziehungen zur englischen Regierung wie mein Freund Ussischkin und kann nicht wie er das „Du" gebrauchen. Das aber will ich ruhig sagen: wir glauben, daß wir unsererseits das Beste getan haben, um den Vertrag, den wir mit England abgeschlossen haben, als man uns die Balfour- Deklaration gab, zu erfüllen. Die Linke wird das auf Grund der in Palästina geleisteten Arbeit gewiß zugeben. Ich bin aber auch nicht bereit, zu sagen, daß das Volk in Bezug auf die materielle Leistung gänzlich versagt hat. Fragen Sie einen Nichtjuden, ob er die freiwillige Leistung von Millionen und Dutzenden Millionen, die wir ins Land gebracht haben, für eine kleine Leistung hält. Ich zweifle aber, ob England den Vertrag erfüllt hat. Und darum dürfen wir England ruhig sagen, wir haben große Aspirationen, Aspirationen, die England in uns erweckt hat, und wir werden an ihnen festhalten, was immer geschehen mag. Wir werden an ihnen festhalten in Bezug auf unsere Wünsche der Mehrheit und in Bezug auf unsere Wünsche in Hinsicht dessen, was man unter Palästina geographisch und politisch zu verstehen hat. Um Mißverständnisse auszuschließen: ich habe nicht die Ehre, die allgemeinen Zionisten des Landes zu vertreten, in dem ich jetzt wohne. Aber ich glaube nicht an jene Theorien, daß man das jüdische Volk zur weiteren Leistung nur dann gewinnen kann, wenn man ihm beweist, daß die alten Träume ausgeträumt sind. Vieles wäre diesem Kongreß und dem Zionismus erspart geblieben, wenn man in die Worte Weizmanns nicht hineingedeutet hätte, was er nie gesagt und nie gemeint hat. Glauben Sie nicht, daß Sie das, was Sie als Weizmannismus bezeichnen, zur Grundlage einer Politik machen können. Wir sind für die Fortsetzung der von uns begonnenen kolonisatorischen Arbeit. Ich bedaure, daß Herr Locker, im Gegensatz zu vielen seiner Genossen, so herabsetzend von der Privatinitiative gesprochen hat; man hat mir berichtet, daß maßgebende Kreise der Arbeiterschaft die Ausdehnung der Privatinitiative begrüßen. Die Korporationen, über die man hier mit Witzen gesprochen hat, haben Leistungen aufzuweisen, die ein Aktivum geworden sind in der palästinensischen Wirtschaft. Es ist nicht nötig, sich wegen eines Witzes noch mit weiteren Kreisen zu überwerfen. Sie machen Witze über die Leute, welche in Amerika freiheitlich sind, in jüdischen Dingen aber reaktionär. Ich weiß nicht, wie weit links Herr Felix Warburg in der amerikanischen Politik steht, aber ich weiß, daß er sich nach seinem Besuch in Palästina für die Kwuzoth begeistert hat. Es ist manchmal so, daß die Juden in jüdischen Dingen anders denken, als in den nicht jüdischen. Seien Sie froh darüber. Wir hätten sonst manche Anhänger nicht bekommen, die wir gewonnen haben. Man soll auch nicht den jüdischen kleinen Mann so angreifen, wie es hier geschehen ist, wenn man immer wieder von ihm 13

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