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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 151

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 151 (sequence 154)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--7959-3484108
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Arlosoroff wichtigen Organisationen —, der ein detaillierter Plan einer Kreditgemeinschaft für Palästina und einer von der Mandatarregierung gestützten internationalen Anleihe vorgelegt werden soll, gehört zu den ersten vorbereitenden Organisationsaufgaben auf dem Wege zur Durchführung des Anleiheplanes. Sind die vorbereitenden Arbeiten so weit gediehen, ist es dann so unbillig zu erwarten, daß die Mandatarmacht und der Völkerbund ihre Hand zu einem Werke bieten werden, das wie das griechische ein großes humanitäres und nationales Siedlungswerk ist, das eine ganze Klasse von jungen werktätigen Menschen dem produktiven Leben zuführen und die Produktivkräfte Palästinas voller und reicher entfalten kann? Die Siedlungsarbeiten des Völkerbundes in Griechenland sind im vorigen Winter zu ihrem Ende gekommen, und die konstruktiven Energien des Bundes sind frei, einem neuen großen Werke der Zivilisation zu dienen. Wir wissen sehr wohl, daß die Judenfrage, anders als die der griechischen Flüchtlinge, keine aktuelle Krise ist, die durch die Palästina-Kolonisation im Laufe weniger Jahre behoben werden kann, sondern eine chronische soziale und ökonomische Katastrophe. Aber diese schleppende Katastrophe, diese langandauernde Agonie der jüdischen Volksmassen in Osteuropa verschärft sich von Jahr zu Jahr mit der Verelendung und der sozialen Ausstoßung neuer jüdischer Schichten, mit der Proletarisierung, die keinen Ausweg zur Arbeit, mit der Entwurzelung, die kein Ziel für ihre Wanderung kennt. Die Welt teilt sich immer mehr, um ein Wort Weizmanns zu gebrauchen, in zwei Kategorien von Ländern, solche, aus denen jüdische Massen auswandern müssen, und solche, in die jüdische Massen nicht einwandern dürfen. Fast in allen Ländern der Welt erhebt ein Judenhaß, wie wir ihn in dieser Schärfe, Zügellosigkeit, organisierten Kraft noch nicht gekannt haben, sein Haupt. Es gibt gegen die steigende Sturmflut wirtschaftlicher Deklassierung, sozialer Entrechtung, politischer Feindschaft keinen anderen Damm als den, den wir mit unseren schwachen Händen im Ausmaß unserer Kräfte in Palästina errichten können. Für große Teile der jungen jüdischen Generation gibt es keinen anderen Weg zu einem produktiven Leben und zu dem Minimum an Selbstachtung, ohne das eine Jugend nicht leben kann, ohne bis in die Wurzeln morsch und faul zu werden. Es ist dieses Rettungswerk im großen historischen Sinne, für das wir die konstruktiven Energien der zivilisierten Welt zur Hilfe aufrufen. Und in unserer historischen Situation haben wir keinen anderen Weg, als so lange an die Tore des Völkerbundes, an die Tore der britischen Öffentlichkeit zu pochen, bis wir uns Gehör verschaffen. Was ich zu geben versucht habe, ist nicht eine Lösung, sondern ein Aktionsplan. Er legt nicht Mittel auf den Tisch des Hauses, sondern bezeichnet die Wege, auf denen diese Mittel durch langwierige und systematische Arbeit gefunden werden können. Ich weiß nicht, ob aus dem, was ich gesagt habe, die Umrisse unseres finanziellen Aktionsplanes klar genug hervorgetreten sind. Reorganisation unserer nationalen Fonds in der Richtung auf ihre möglichste kolonisatorische Produktivierung und Reform ihrer Arbeitsmethoden zum Zwecke der Steigerung ihrer Erträge, Schaffung eines zentralen Investment Trusts für Europa und Amerika — möglichenfalls durch Ausbau des J.C.T. und der P.E.C. — und Anpassung seiner Arbeitsmethoden an die Erfordernisse der Volkskolonisation durch eine Reihe von spezialisierten Tochtergesellschaften, Einspannung der Staatshilfe in die Finanzierung der Kolonisation auf dem Wege der Regierungsgarantie für die Hypothekenbank oder des Colonial Development Fund, systematische Weiter-

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