Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 57)
- Language
- German, English, Hebrew
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54 2.. Kongreß-Sitzung: Bericht des Kongreßgerichtes len Gesichtspunkten hin betrachten wir Kanada zionistisch als Musterland. Aber in Bezug auf die Wahlen können wir dies nicht behaupten. Bis Kanada hat es sich noch nicht herumgesprochen, daß wir unsere Geschäfte auf demokratischer Basis erledigen, daß wir Wahlen wünschen. Wir haben das voriges Mal in einer besonderen Konferenz den damaligen Delegierten aus Kanada auseinandergesetzt und darauf auch schriftlich hingewiesen. Wir haben nun aus Kanada eine Liste von angeblich gewählten Delegierten bekommen. Wir mußten feststellen, daß diese Delegierten lediglich ernannt worden sind. Ein derartiges patriarchalisches Verfahren paßt in unsere Zeit nicht hinein. Wir waren zu unserem Bedauern gezwungen, sämtliche Mandate aus Kanada zu annullieren. Wir haben aber inzwischen durch Erklärung der Vertreter aus Kanada die Gewißheit erlangt, daß man künftighin anders verfahren wird. Bei der Kürze der uns zur Verfügung stehenden Zeit können wir in den seltensten Fällen auf Neuwahlen zurückgreifen. Wir haben das vor einigen Jahren im Falle Griechenlands versucht. Das wird aber in den wenigsten Fällen möglich sein. Es könnte nur der Fall eintreten, wenn sich in irgendeinem Lande alle Parteien dahin einigen, so wie es in Amerika geschehen ist. Wenn dann keine Klagen vorhanden sind, so liegt kein Rechtsbruch vor. In einem Lande ist es geschehen, daß zwei Listen eingereicht wurden. Die eine Liste wurde aber in der Weise eingereicht, daß sieben verschiedene Blätter übergeben wurden und die Unterschriften auf allen zusammen haben die Zahl 100 ergeben. Die Hauptwahlkommission hat erklärt, daß keine dieser sieben Listen die genügende Anzahl von Unterschriften hat. Diese Gesamtliste wurde annulliert, und als einzige Liste wurde die Einheitsliste erklärt, sodaß die Wahl entfiel. Wir haben einen Teil der Stimmen, die sich auf die sieben Listen konzentriert hatten, der Weltwahlliste zugeschrieben. Ich fasse die Ergebnisse unserer Arbeit folgendermaßen zusammen: Von der Exekutive wurden 41 Wahlgebiete, davon 4 aus einigen Ländern bestehende Wahlgruppen gebildet. In folgenden Wahlgebieten entfiel die Abstimmung, nachdem die Wahlparteien sich auf eine Einheitsliste geeinigt hatten:. Australien 1 Delegierter, Jugoslawien 4, Luxemburg, Marokko, Neuseeland, Persien je 1 Delegierter, Sibirien-China-Spanien zusammen 1 Delegierter, ebenso Dänemark-Norwegen-Schweden-Kolumbien-Kuba-Guatemala-Mexiko-Panama zusammen 1 Delegierter. In Amerika ist die Abstimmung entfallen, weil von den wähl werben den Parteien nicht mehr Kandidaten angemeldet wurden, als das Land zu entsenden berechtigt war. Es sind auf diese Weise als gewählt zu betrachten 20 Allgemeine Zionisten, 8 Misrachisten, 5 Poale Zion, 3 Hitachduth, 2 Revisionisten, zusammen 38 Delegierte. Für die anderen Wahlgebiete bestätigte das Kongreßgericht folgende Zahl von Delegierten: Argentinien: 1 Allg. Zionist; Bessarabien: 1 Allg. Zionist, 2 Arb., 1 Revis., zusammen 4; Bulgarien: 1 Allg. Zionist, 1 Arb., 1 Revis., zusammen 3; Estland: 1 Revisionist; Finnland: 1 Allg. Zionist; Frankreich (Paris): 1 Revisionist; Frankreich (Straßburg): 1 Allg Zionist; Galizien (Ost): 7 Allg. Zionisten, 3 Misrachi, 8 Arb., 5 Revis., zusammen 23; Galizien (West): 7 Allg. Zionisten, 1 Misrachi, 2 Arb., r Revis., zusammen 11; Griechenland: 1 Allg. Zionist; Holland: 1 Allg. Zionist; Italien: i Allg. Zionist; Österreich: 1 Allg- Zionist, 1 Arb., 2 Revis., zusammen 4; Rumänien: 1 Allg. Zionist, 1 Revis., zusammen 2; Südafrika: 5 Allg, Zionisten, 1 Arb., 2 Revis., zusammen 8; Tunis: 1 Revis.; Ungarn: 1 Allg. Zionist; Erez Israel: