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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 37

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 37 (sequence 40)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Sokolow 37 ebensowenig Verständnis für die Bestürzung, als wir die mimosenhafte Empfindlichkeit gerechtfertigt finden können, mit der die Vertrauensseligen, welche diese große Sache anfangs leicht genommen hatten, bei den Enttäuschungen vor dem Strom des Kampfes zurückschrecken. A la guerre comme a la guerre — sollte es auch bei uns heißen. Man erinnere sich der Kämpfe, die andere Nationen um ihre Länder ausfochten! Auch den Kämpfern anderer Nationen mag es manchmal weh ums Herz sein, wenn sie nicht jedes Mal einen Sieg erringen, aber das hält sie doch nie und nimmer ab, den Schwierigkeiten die Stirn zu bieten und für das Ideal zu kämpfen! Mit solcher Tapferkeit, Zähigkeit und Geduld muß auch bei uns der Kampf geführt werden, ein Kampf der Intelligenz, der Arbeit, der Entsagung, der Hingebung, des Vertrauens, der Opferwilligkeit, ein Kampf des Bewußtseins der guten Sache, ein moderner Kampf, besser und edler als sonstige Kampfesmittel. Dieser Kampf wird zum Siege der Gerechtigkeit führen. Man möge dies Optimismus nennen: in diesem Optimismus liegt das Geheimnis der UnVergänglichkeit unseres Volkes. Verzweiflung und Zionismus sind ganz unbedingte Gegensätze. Vorwärts, nicht rückwärts, heißt unsere Losung. Ich habe die große Ehre, den XVII. Zionistenkongreß zu eröffnen (Stürmischer Beifall). Ich habe die Ehre, unsere verehrten Gäste im Namen des Kongresses zu begrüßen. Zunächst als Vertreter der Schweizer Bundesregierung und des Regiegierungsrates des Kantons Basel-Stadt Herrn Regierungsrat ImHof (Lebhafter Beifall). Es ist mir eine ganz besondere Ehre, in der Person dieses unseres verehrten Gastes einen Mann begrüßen zu können, wie wir ihn in unseren eigenen Reihen sehr selten finden können. Der Herr Regieningsrat war beim ersten Basler Kongreß anwesend (Stürmischer Beifall). Das ist ein Stück Geschichte, die man nicht liest, sondern erlebt. Herr Regierungsrat ImHof kann sich genau an den ersten Kongreß, an die Erscheinung und den Eindruck unseres großen Herzl erinnern. Es ist etwas ganz besonderes, daß wir diesen würdigen Vertreter nicht nur der Regierung, sondern auch der Baseler Kongreßgeschichte begrüßen dürfen (Lebhafter Beifall). (Englisch fortfahrend:) Ich begrüße ferner den Gesandten und bevollmächtigten Minister Sr. Majestät des Königs von Großbritannien und Irland in der Schweiz, Sir Howard Kennard. Es ist mir eine Freude, diesem Gruße hinzuzufügen, daß ich den großen Vorzug hatte, Sir Howard schon vor langer Zeit auf einem anderen Posten in seiner Karriere zu treffen, an einer ebenfalls sehr einflußreichen Stelle, als Gesandten in Jugoslavien, wo ich die Hilfsbereitschaft und das Wohlwollen beobachten konnte, die er uns immer erwies. Wir begrüßen ihn alle hier und freuen uns sehr, ihn in unserer Mitte zu sehen. Wir freuen uns, hier die Mitglieder einer hohen Regierung begrüßen zu können, wobei dies letzte Wort eigentlich in Anführungszeichen gesetzt ist, denn es ist wie der Hohepriester eine Regierung der Regierungen: der Völkerbund. Er ist unsere höchste Instanz, und es ist Herrn H. R. Cummings, dem Mitgliede der Informationsabteilung des Völkerbundes, wohl bekannt, welcher Sympathien der Völkerbund sich in der ganzen jüdischen, besonders in der zionistischen Welt erfreut. Wir sind stolz darauf, daß wir dem Völkerbunde angehören und

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