Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 630

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 630 (sequence 768)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3476254-3476286--7780-3483928
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

630 4. COUNCIL-SITZUNG: Bericht der Budgetkommission Hajessod müssen erheblich vergrössert werden. Dieses Budget sieht bereits für die landwirtschaftliche Kolonisation, allerdings zur Konsolidierung, eine Summe von 204 500 Pfund vor, an Stelle von etwa 85 000 Pfund im Jahre zuvor, also eine sehr erhebliche Vergrößerung, aber noch lange nicht in dem Masse, wie es die Konsolidierung der bestehenden und namentlich ihre Ausdehnung und die Errichtung neuer Kolonien erfordert. Wenn unsere Kommission auch nicht in der Lage war, für einen Teil der Mitglieder die Verantwortung für dieses Budget zu übernehmen, da sie an der Vorbereitung des Budgets nicht beteiligt waren und in der kurzen Zeit dieses Versäumnis nicht nachholen konnten, so waren wir uns doch alle darüber einig, dass wir praktische Arbeit leisten wollen, und daher auch einig, dass die mit grosser Arbeitsleistung und genauer Vorbereitung aufgestellte Rechnung der Zionistischen Organisation von uns tatsächlich so behandelt werden soll, als ob das Budget von uns angenommen wäre, wobei es selbstverständlich noch vorbehalten ist, wie bei jedem Voranschlag, im einzelnen Aenderungen und Verschiebungen vorzunehmen, wie es die praktischen Erfordernisse verlangen. Ich hoffe, dass diese Haltung der Budgetkommission Ihre Zustimmung findet. Im übrigen hat die Budgetkommission ihre Arbeit damit beendet, denn nunmehr wird das zu wählende Administrativkomitee diese Dinge zu übernehmen haben. Vorsitzender Motzkin: Wir haben noch keine Geschäftsordnung für unsere Institution; ich nehme an, dass die Herren und Damen, die sich nun zu Worte gemeldet haben, zur Frage des Budgets sprechen werden. Da kein Protest dagegen erhoben wird, gilt diese Bestimmung als angenommen. Als Redezeit sind fünf Minuten beantragt. Da kein Protest vorliegt, ist das angenommen. Oberrabbiner Dr. Fischer (Ungarn — spricht deutsch): Ich komme aus Ungarn, aus dessen Hauptstadt Budapest, aus dem Geburtslande und der Geburtsstadt der beiden Schöpfer des modernen Gedankens von Erez Israel, HerzI und Nordau. Ich traure darüber, dass diese beiden Männer diese Tage nicht erleben durften. Ich bedaure sehr, dass ich kein Finanzfachmann bin und zum Budget nicht meritorisch sprechen kann. Aber wir dürfen die Lösung dieser Fragen den hervorragenden Männern überlassen, welche diese Lösung bewerkstelligen werden. Jeder von uns liebt sein Vaterland, auch ich liebe mein Vaterland, ganz besonders heute, da es zerschmettert im Staube liegt und sich in seinen Schmerzen windet. (Dr. Fildermann protestiert dagegen, dass hier über Politik gesprochen wird.) Vorsitzender Motzkin betont, dass der Council für die Reden der einzelnen Redner nicht verantwortlich gemacht werden kann, und ersucht den Redner, der überdies seine Redezeit überschritten hat, zum Budget zu sprechen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.