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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 626

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 626 (sequence 764)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7776-3483924
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626 3. COUNCIL-SITZUNG: Wahl der Kommissionen notwendig ist für die Kolonisation in Palästina wie irgend ein materielles Ding. Denn ein Jude, der in das Land kommt, fragt zuallererst: Wo kann ich meine Kinder erziehen? Das sind nun keine rentablen Dinge im kaufmännischen Sinne, aber ä la longue, in der Perspektive für die Zukunft sind auch sie rentabel, weil notwendig. Infolgedessen bin ich überzeugt, dass die Jewish Agency dafür sorgen muss, dass der Keren Hajessod und der Keren Kajemeth auch diese Arbeit in dem Masstabe führen kann, wie er eines grossen Volkes würdig ist. Ich freue mich, dass Professor Lipman in seinen Ausführungen, die er leider nicht Zeit hatte länger darzulegen, an die Berge erinnert hat; ich glaube, hier ist ein Gebiet, das wir nicht aus den Augen lassen sollten, denn die Aufforstung des Landes ist von grosser Wichtigkeit. Dasselbe gilt vom Standard of life des jüdischen Bauern. Wenn ich das Wort Bauer sage, so habe ich den schwedischen und holländischen Bauer im Auge, die einen hohen Lebensstandard haben. Wir müssen anstreben, dass der jüdische Bauer denselben Standard bekomme. Der jüdische Bauer in Erez Israel hat zwar noch nicht diesen materiellen Standard of life erreicht, Erez Israel ist aber heute das einzige Land in der Welt, wo der jüdische Arbeiter einen moralischen Status besitzt, dessengleichen in keinem anderen Lande der Welt zu finden ist. Wir wollen diesen Status schätzen und ihn festhalten. Ich will jetzt nicht auf die Forderungen gegenüber der Regierung eingehen, die hier formuliert wurden. Es wird Sache der Agency sein, das Maximum zu erzielen. Wie gross das letzte Ergebnis sein wird, kann ich heute natürlich nicht sagen. Eines ist aber klar: dass aus dieser Arbeit etwas herauskommen muss, was Ussischkin und dem KKL ermöglichen soll, weite Bodenflächen zu erwerben. Und wenn Sie auf diese Karte blicken, dann stimmt es zwar, dass die roten Flecken, die den jüdischen Bodenbesitz bezeichnen, noch recht spärlich sind. Sie sollten aber nicht vergessen, dass es sich bei den weissen Flächen meist um Berge und Hügel handelt. Man braucht daher verhältnismässig nicht so viel, um die vereinzelten Flecken zu einem einheitlichen roten Gürtel zu verwandeln. Für unsere Generation und für die nächsten zehn Jahre wäre das eine hohe Aufgabe, deren Realisierung von hier aus eingeleitet werden soll. Ich danke dem Vertreter der Kongressopposition, der in dieser Loyalität hier zu uns gesprochen hat. Und ich glaube, dass im nächsten Jahr auch jene, die sich heute ausserhalb des Saales befinden, zusammen mit uns sein werden. (Beifall.) Das ist alles, was ich zu sagen habe. Ich glaube, wir haben uns heute kennen gelernt. Ich glaube, wir haben gehört, was die Forderungen und die Schwierigkeiten sind, und ich glaube, dass unsere zionistischen Freunde weniger Furcht haben und unsere nichtzionistischen Freunde mehr Wissen erlangt haben über die Probleme, die Schwierigkeiten und die Erfordernisse Erez Israels. Ich glaube, es hat dazu beigetragen, dass wir uns kennen gelernt haben. (Beifall.)

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