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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 558

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 558 (sequence 696)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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558 19. KONGRESS-SITZUNG: Schlussreden DeL Jean Fischer (Belgien): Ich erkläre, dass ich meine Wahl in das Aktionskomitee nicht annehme. Sekretär Dr. L« Lauterbach: Nach unserem Statut kann das Kongressgericht nicht mehr als neun und das Ehrengericht nicht mehr als sieben Mitglieder zählen. Vors. des Kongressgerichtes S. Gronemann: Ich empfehle, die überzähligen Mitglieder beider Körperschaften als Ersatzmitglieder zu erklären. Vors. Motzkin: Wir nehmen diesen Vorschlag an. Sämtliche Listen sind mit diesem Amendement angenommen. Ich danke dem Vorsitzenden des Permanenz- Ausschusses, dessen Qualen nur einem Teil von uns bekannt sind. Wer einmal das Vergnügen hatte, dieser Institution beizuwohnen, der weiss, was es bedeutet, Mitglied dieses Ausschusses zu sein, noch mehr dessen Präsident. Diese Pflicht hat Dr. Mossinson mit Eifer und vornehmer Eleganz auf sich genommen. (Beifall.) Nun kommen wir wirklich zum Schluss, obwohl Sie es manchmal nicht geglaubt haben. Aber ich sagte Ihnen, wir werden von hier nicht ohne Exekutive weggehen, auch wenn es bis zu Beginn der Jewish Agency- Tagung dauern sollte, und wir gehen doch viel früher weg. (Heiterkeit.) Gestatten Sir mir, nun als letztes Wort folgendes zu sagen: Manche haben geglaubt, dass es für mich ein besonderes Vergnügen ist, immer hier oben zu stehen, mit dem Hammer zu klopfen und ihnen manchmal Unannehmlichkeiten, manchmal Liebenswürdigkeiten zu sagen. Es ist fürwahr ein zweifelhaftes Vergnügen. Der Hammer hat mich nicht gelockt, und auch die humoristischen Bemerkungen waren für mich nicht wichtig. Aber hin und wieder habe ich mir vergegenwärtigt, dass an dieser Stelle, mit viel grössern Rechten ausgestattet, der grösste Jude dieses Jahrhunderts stand; das war mein Lohn und das hielt in mir den Wunsch rege, diesen Kongress zu gutem Ende zu bringen. Ehe wir auseinandergehen, gestatten Sie mir, dass ich hier den schweizerischen Behörden, der Bundesregierung, dem Stadtpräsidenten und allen Institutionen, die sich um uns bemüht haben, unsern aufrichtigen Dank zum Ausdruck bringe. (Lebhafter Beifall.) Noch im letzten Moment hatten wir wieder einmal Gelegenheit, zu sehen, welche Sympathien man hier für unsere grosse ßefreiungsidee hat, die der Welt stets imponiert. Stets wenn man davon sprach, dass in unserm jüdischen Leben im Vergleich zur Ordnung im andern Leben manches mangle, dann konnten wir immer sagen: Die Verhältnisse haben es getan; wenn wir einmal zeigen können, wie viel Intelligenz, Ordnungssinn und Enthusiasmus wir besitzen, dann

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