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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 541

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 541 (sequence 679)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7691-3483839
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Ringel, Jabotinsky 541 Schaffung eines Aktionsplanes In Anbetracht dessen, dass die Arbeit, welche wir während der letzten zehn Jahre für den politischen und wirtschaftlichen Aufbau unseres Nationalheims geleistet haben, die notwendige Erfahrung für eine umfassende Aktion geschaffen hat, in Anbetracht dessen, dass die gegenwärtige Aufwärtsbewegung im ökonomischen Leben Palästinas eine günstige Gelegenheit zur konstruktiven Arbeit bietet und in Anbetracht dessen, dass die Zusammenfassung von Kräften in der erweiterten Jewish Agency die Bereitstellung der für eine grosse planmässige Arbeit erforderlichen Mittel zur Folge haben dürfte, fordert der Kongress die Exekutive auf, einen umfassenden Arbeitsplan auszuarbeiten, der sich über mehrere Jahre erstreckt und der einerseits unsere eigenen Anstrengungen leiten und stärken soll und der anderseits gleichzeitig als Grundlage für die Sicherstellung der aktiven Unterstützung und Mitarbeit der Mandatarmacht, wie im Mandat vorgesehen, zu dienen hat. Kotel Maarawi Der Kongress gedenkt mit Schmerz der Vorkommnisse an der heiligen Stätte der Klagemauer, wo am Versöhnungstage, dem höchsten Feiertag des jüdischen Jahres, Juden mitten im feierlichen Gottesdienst unwürdigerweise gewaltsamen Eingriffen der Polizei ausgesetzt wurden. Das war eine Entweihung, die das religiöse Empfinden aller Menschen empört. Der Kongress weist die in dieser Hinsicht von feindseliger Seite ausgestreuten Unterstellungen als falsch zurück und stellt mit Nachdruck fest, dass die in der ganzen jüdischen Welt durch diese Vorkommnisse hervorgerufenen Proteste lediglich der Ausdruck unserer Ueberzeugung ist, dass es das unveränderliche Recht der Juden ist, am Kotel Maarawi, einem Orte des Gebetes, der durch eine unverbrüchliche Tradition von vielen Jahrhunderten geheiligt ist, die religiösen Vorschriften unseres religiösen Lebens unter Bedingungen zu erfüllen, die der freien Ausübung des Gottesdienstes entsprechen, wie dies ausdrücklich im Mandat garantiert wurde. Del. W. Jabotinsky (Revisionist) : Ich glaube, dass die Stunde so spät und der Kongress so müde ist, dass es nicht notwendig ist, die Formalität zu erfüllen, dass ich Ihnen Anträge begründe, deren Ursache für jeden von Ihnen selbstverständlich ist, der sich Mühe gibt, diese Anträge genau durchzulesen. Wenn ich daher auf die Begründung verzichte, so geschieht es nur, um dem Kongress die Möglichkeit zu geben, seine Arbeit möglichst bald zu Ende zu bringen. Die revisionistische Fraktion schlägt folgende Resolutionen vor: Der Kongress beauftragt die Exekutive, bei der Regierung für folgende Massnahmen zu wirken: I. Immigration. t. Die bestehenden Einwanderungsbeschränkungen sollen aufgehoben werden, und die jüdische Immigration soll grundsätzlich als frei anerkannt werden.

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