Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 501 (sequence 639)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476286--7651-3483799- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Kaplansky, Jabotinsky, Gelber, Schmorak, Szkolnik, Kisch, 501 Bileski, Schlomoh Del. Dr. E. Schmorak (Ostgalizien): In der Kolonisationskommission bestand ein Streit zwischen dem Vertreter des Merkas Hachaklai und dem Vertreter der Exekutive. Der Vertreter des Merkas Hachaklai verlangte, dass die Exekutive sich im vorhinein im Falle von En Charod zur Ausführung eines Konsolidierungsplanes von 120 Familien verpflichtet. Im Falle von Kfar Chassidim, wo die Familien so kinderreich sind, verlangte man von der Exekutive, dass sie dies bei dem Bau der Häuser berücksichtigen solle. Die Majorität stand auf dem Standpunkt, dass der Exekutive eine strikte Verpflichtung auferlegt werde, diesen Forderungen zu entsprechen. Die Minorität war der Ansicht, dass sie sich, da es sich um technische Details handelt, nicht darauf einzulassen hat. Wir sind nicht gegen die Vorschläge, wir haben aber gesagt, dass es nicht möglich ist, in diesem Falle eine Entscheidung zu treffen, da uns die nötigen Details fehlen. Del. L. Szkolnik (Hitachduth — spricht hebräisch): Ich kann dem Vorschlag von Dr. Schmorak, der lautet: „Der Kongress spricht die Erwartung aus, dass die Exekutive sich bemühen wird**, nicht zustimmen, weil die Exekutive sich eben bemüht, dies nicht zu tun. Es handelt sich um eine Sache, die auf zwei Kongressen bestätigt wurde. Die Siedlung existiert mit dieser Anzahl von Familien seit mehreren Jahren und existiert von ihren Erträgen. Nun kommt die Exekutive mit der Forderung, dass die Zahl der Familien reduziert wird. Wir haben bewiesen, dass bei einer gewissen Intensivierung die gesamte Zahl der Ansiedler sich einordnen könnte. Col. F. H. Kisch (Exekutive): Die Exekutive glaubt, dass dies keine Resolution ist, über die der Kongress beschliessen sollte. Die Exekutive erteilt daher dem Kongress den Rat, keine Diskussion über die Details einzuleiten, die in dieser Resolution gegeben sind. Nach Ansicht der Exekutive gibt es auf der Bodenfläche von En Charod Platz für nur 90 Familien. Die Exekutive verpflichtet sich, diese Frage und auch die Wünsche der Kommission genau zu studieren, bittet aber den Kongress, keinen Beschluss darüber zu fassen. Dr. M. Bileski (A. C, Deutschland): Ich schlage vor, das gesamte Material der Exekutive zu überweisen. Der Kongress ist dazu da, um allgemeine Prinzipien festzusetzen, nicht aber Einzelheiten zu beschliessen. Del. Schlomoh (Lawi, Poale Zion — spricht hebräisch): Ich möchte Ihnen erzählen, dass Herr Sacher, der Leiter der gegenwärtigen Exekutive, nicht nur niemals in En Charod war, sondern überhaupt unsere Klagen nie angehört hat. Als er in der Kolonisations-