Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 490 (sequence 628)
- Language
- German, English, Hebrew
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490 18. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Kommission für landwirtschaftliche Kolonisation Berichterstatter S. Kaplansky: fragt Dr. Weizmann, wann das Aktionskomitee tagen wird. Präs. Dr. Weizmann: Nach der Tagung der Jewish Agency. Vorsitzender Motzkin: Wir haben Ihren Vorschlag so verstanden, dass die Resolutionen der Kolonisationskommission dem Aktionskomitee übergeben werden sollen, das noch vor der Jewish Agency tagen wird. Es gibt doch vielleicht solche Dinge, die schon auf der Sitzung des Councils zur Beratung gelangen werden. Präs. Dr. Weizmann: Die Sache verhält sich so. Wir werden den Kongress morgen zu irgendeiner Zeit in der Nacht schliessen. Es werden dann kaum drei Stunden bis zur Sitzung der Agency bleiben. Der darauffolgende Tag wird mit der Sitzung des Council ausgefüllt sein. Wenn Sie dann imstande sind, eine A. C.-Sitzung noch Sonntag nachts abzuhalten, so bin ich auch dafür. Man sollte aber nicht vergessen, dass der Kongress gestern verschiedene Aenderungen in bezug auf die Agency beschlossen hat. Die Exekutive wird mit unseren Partnern darüber zu verhandeln haben. Diese Verhandlungen können frühestens Sonntag abends eingeleitet werden. Dann müssen die Resultate den 104 zionistischen Mitgliedern der Jewish Agency mitgeteilt werden. Diese müssen sie mit Zweidrittel-Majorität annehmen oder abändern. Somit wird doch keine Möglichkeit mehr bestehen, in der Zwischenzeit noch eine Sitzung des Aktionskomitees durchzuführen. A. Harzfeld (A. C, Poale Zion): Ich glaube, dass der Vorschlag des Herrn Präsidenten unannehmbar ist. Ich verstehe nicht, warum wir gerade bei diesem Kongress, wo die Verhandlungen und die Diskussionen so ernst geführt wurden und die Kommissionen so intensiv gearbeitet haben, einen so summarischen Vorgang wählen sollen, wenn wir zu einer Frage kommen, die nach meiner Auffassung und nach der Auffassung von vielen Kongressdelegierten von besonderer Bedeutung ist. Es liegt daher kein Grund vor, die Resolutionen der Kolonisationskommission einer anderen Instanz zu übergeben. Sonst war die gesamte Arbeit, die wir in der Kommission durchgeführt haben, ganz vergebens. Ich schlage daher dem Präsidenten vor, seinen Antrag zurückzunehmen. Dr. B. Mossinson (A. C, Palästina): Der Permanenzausschuss beantragt, die Abstimmung in bezug auf die Resolutionen der Kolonisationskommission erst morgen abend vorzu-