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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 480

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 480 (sequence 618)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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480 18. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Budget-Kommission M. Ussischkin (A.C., Palästina — spricht hebräisch): Ich will vor allem, dass aus dem Budget die Viertelmillion Pfund für Bodenkauf gestrichen werde. Das ist eine Fiktion, die die Sammlung von Geld für den Keren Kajemeth unmöglich macht. Es wurde seinerzeit beschlossen, 20 Prozent der Einnahmen des Keren Hajessod für Bodenkauf zu verwenden. Wir haben keinen Pfennig davon gesehen, und die Agitation hat Schaden gelitten. Wenn man das ganze Geld haben wird, werden wir die Viertelmillion annehmen, jetzt aber ist es nur Spiegelfechter H. Was Chinuch und Tarbuth betrifft, so habe ich dem, was hier gesagt wurde, nicht viel hinzuzufügen. Nicht durch Streichung einiger tausend Pfund wird man das Budget retten. Die Erziehungsarbeit ist so wichtig, dass man sie nicht kürzen darf. Auch ich bin dafür, dass man den allgemeinen Schulen ebenso wie denen der Flügel einen Betrag zugibt. Es ist symptomatisch für das geringe Verständnis, das man unsern Kulturfragen entgegenbringt, dass man den kleinen Betrag von 250 Pfund für den Waad Halaschon streichen will. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Exekutive, in der Sokolow, Weizmann, Szold und Brodetsky sitzen, nicht erkennt, dass der Waad Halaschon ein erstrangiges Institut ist, die künftige Akademie im Lande, von ungeheurer Bedeutung für die Entwicklung der Sprache. Und in einem Budget von 750 000 Pfund sollte kein Raum dafür sein? D. Remez (A. C, Poale Zion): Ich will den Inhalt der Erklärung verstehen, welche in der Frage des Budgets von der Exekutive abgegeben worden ist. Im Namen der Exekutive hat man uns erklärt, dass das Budget unannehmbar ist. Ich weiss sehr gut, dass die Exekutive, welche bis zum heutigen Tag die Arbeit in Erez Israel geführt hat, berechtigt ist, zum Kongress zu kommen und ihre Meinung zu sagen. Sie hat das in der Budgetkommission getan und sie hat das gute Recht, es auch im Plenum zu tun und eine Beeinflussung der Delegierten zu versuchen. Ich verstehe aber nicht, dass ein solcher Rat dem Kongress und den Delegierten in dem Ton gegeben wird, den wir gehört haben. So gibt man keinen Rat. Soll es etwa heissen, dass Herr Sacher im Namen seiner Kollegen die Erklärung abgibt, dass sie diese Budgetposten nicht auszahlen werden, wenn sie wiedergewählt werden, oder dass sie nicht für die Exekutive kandidieren werden, wenn der Kongress diese Posten beschliesst? Im letztern Fall hätte diese Eiklärung erst nach der Abstimmung abgegeben werden dürfen, wenn der Antrag gestellt wird, sie in die neue Exekutive zu wählen. Denn alle Delegierten in diesem Saal sind ebenso Kandidaten für die neue Exekutive wie diejenigen, die heute noch am Tisch der Exekutive sitzen. (Beifall) Ich hätte mich nicht mit der Analyse dieser Erklärung abgegeben, wenn sie nicht von einem so erstklassigen Juristen abgegeben worden wäre, wie es Herr Sacher ist.

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