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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 435

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 435 (sequence 573)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Soloweitschik, Grünbaum, Barth, Rosenblüth 435 Dr. M. Soloweitschik: Ich finde, dass diese Frage der Exekutive so lange nicht am Platze ist, als noch kein Beschluss über die Wahl der zionistischen Mitglieder der Agency-Exekutive vorliegt. Ich ersuche die Exekutive, ihre Frage zurückzustellen, bis der Beschluss vom Kongress bestätigt wird. Berichterstatter Dr. Barth: Die Frage der Exekutive ist eine Frage, die möglicherweise in den Verhandlungen des Council eine Rolle spielen und vielleicht für die Zukunft anders gelöst werden wird, als sie jetzt gelost wird. Die Organisationskommission war der Meinung, dass wir durch einen Beschluss feststellen sollen, welches die Meinung des Kongresses über die Art der Zusammensetzung der Agency-Exekutive ist. Wenn später andersartige Beschlüsse gefasst werden, so wäre das eine Frage, die der Beschlussfassung eines neuen Kongresses unterliegt. Die Anträge des Permanenzausschusses über die Wahl der zionistischen Mitglieder für die Organe der Jewish Agency werden angenommen. Ebenso Antrag I, a) 3 der Organisationskommission. Berichterstatter Dr. Barth: Wir kommen nun zur Frage der Bindung der Stimmen. Die Grundfrage, auf die es bei der Entscheidung hier ankommt, ist, ob die Abgesandten des zionistischen Kongresses im Council und im Administrative Committee sich als Mandatare der Mehrheit des Kongresses zu betrachten haben, in dem Sinne, dass sie alle Beschlüsse, die der Kongress gefasst hat — dasselbe gilt auch in bezug auf die Beschlüsse, die das A. C. fasst —, als geschlossene Einheit ihrerseits auszuführen haben, oder ob sie ihrerseits in ihrer Abstimmung frei und ungebunden sind. Im ersten Augenblick wird es einem jeden scheinen, dass vom Standpunkt der Zionistischen Organisation das Ideal darin bestünde, dass die Mitglieder der Jewish Agency, die von der Zionistischen Organisation entsandt werden, möglichst in allen Fragen durch Kongress- und A. C.-Beschlüsse gebunden seien. Aber bei näherer Betrachtung sieht man, dass dies ein Trugschluss wäre. Werden wir auf der zionistischen Seite die Tagungen der Jewish Agency nicht als Tagungen betrachten, in denen frei debattiert wird und sich die Beschlüsse und Abstimmungen aus den Ergebnissen der Debatte ergeben, so ist es klar, dass auch die Gegenseite ihrerseits diesen Weg gehen wird. Wir werden damit gerade das tun, was wir vom zionistischen Standpunkt nicht tun sollen, wir werden nämlich den Begriff „Non-Zionist" verewigen. Wir werden so unsererseits dafür sorgen, dass unsere Gegner nicht unsere Anschauungen akzeptieren, sondern sich von vornherein auf ihren Standpunkt festlegen, gemäss den Beschlüssen, die auf früheren Tagungen gefasst wurden. Wenn wir die Agency zu einer Körperschaft ausbauen wollen, die auf Grund freier Meinungsäusserung arbeitet, müssen wir zu dem entgegen-

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