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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 394

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 394 (sequence 532)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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394 15. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Agency-Kommission Berichterstatter Dr. Halpern: In Paragraph 10, Absatz 2) soll der vierte Satz wie folgt lauten: „Die Jewish Agency soll, um den Kauf von Boden in Palästina durch Einzelpersonen zu erleichtern, in Ausübung ihres freien Entscheidungsrechtes die Möglichkeit haben, für eine bestehende oder in Zukunft zu gründende Gesellschaft für Ankauf und Verkauf von Boden dadurch ein Betriebskapital zu schaffen, dass sie einen Teil ihrer Gelder in den Ankauf von Bons, Aktien, Pfandbriefen oder anderen Wertpapieren einer solchen Gesellschaft investiert.** Am Ende des Absatzes 2) soll folgender Satz eingefügt werden: „Hierbei ist davon auszugehen, dass der Verkauf von Boden auf Kreditbasis an Personen, die durch die Siedlungsunternehmungen der Jewish Agency angesiedelt werden oder Kredite aus jüdischen Fonds für den Aufbau ihrer Siedlung in Anspruch nehmen, nicht in Frage kommt, da solchen Personen Erbpachtböden des Keren Kajemeth zugewiesen werden.'* M. Ussischkin (A.C., Erez Israel): Dieser Vorschlag stammt vom Direktorium des Keren Kajemeth und wurde dort einstimmig, auch mit Zustimmung der zwei Governors Kisch und Schocken, angenommen. Damit wird gesagt, dass man mit dem Gelde der Jewish Agency Aktien und Bons einer Gesellschaft wird kaufen können, die mit Agrarkrediten für den Erwerb von Inventar und den Bau von Häusern zu tun hat, nicht aber mit dem Ankauf von Boden. Privatpersonen sollen Boden mit eigenem Geld kaufen oder den Boden vom Keren Kajemeth bekommen. J. Suprasky (A. C, Erez Israel): Im Bericht der Expertenkommission war die Rede davon, dass es die Aufgabe des Keren Hajessod für die Zukunft ist, vor allem dem Keren Kajemeth zu helfen, Boden als das Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben. Es hiess dort aber auch, dass man auch solchen Privatpersonen beim Erwerb von Boden helfen soll, die mit eigenen Mitteln nach Erez Israel kommen und sich eine Wirtschaft errichten wollen. Es herrschte letztens eine Bodenspekulation in Erez Israel. Dies kann nur dadurch geändert werden, dass eine grosse Gesellschaft mit Mitteln geschaffen wird, die Boden für Privatpersonen erwirbt. Man sollte jedem Juden, der nach Erez Israel kommt und sich eine Wirtschaft errichten will, Gelegenheit geben, Boden zu erwerben. Wenn einer nur Geld hat für die Errichtung der Wirtschaft, so muss man ihm die Möglichkeit schaffen, Boden zu erwerben. (Zwischenruf L a w i: Wer kein Geld hat, soll vom Keren Kajemeth Boden bekommen.) Sie von der Linken haben verlangt, dass alle Kolonisationsformen in Erez Israel toleriert werden. Warum wollen Sie diese Freiheit den Leuten der Privatinitiative nehmen?

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