Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 393 (sequence 531)
- Language
- German, English, Hebrew
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Halpern, Marguües, Berlin, Goldmann, Myer, Soloweitschik, 393 Reich, Mereminski Berichterstatter Dr. Halpern schlägt zu Paragraph 7, Absatz 2), die neue von der Jewish Agency- Kommission einstimmig beschlossene Fassung vor. Mit dieser Formulierung wird der Paragraph 7 einstimmig angenommen. Zu Paragraph 8 liegt das Minoritätsvotum der Radikalen vor, nach welchem das Proxy-System abgeschafft werden soll. Dr. M. Soloweitschik (A. C, Radikal) begründet dieses Minoritätsvotum damit, dass nicht das Prinzip der Aktienpakete wie bei Aktiengesellschaften eingeführt werden solle. Dr. L. Reich (A C, Galizien) spricht sich gegen die Annahme des Minoritätsvotums aus, das er als demagogisch bezeichnet. (Unruhe.) Er weist darauf hin, dass die Stimmen-Kumulierung sich auf höchstens drei Stimmen erstrecken kann. Die Bindung der zionistischen Mitglieder der Agency ist weitergehend. Man muss auch den Amerikanern entgegenkommen, denen es nicht immer leicht ist, nach Europa zu kommen. (Beifall und Unruhe.) Berichterstatter Dr. Halpern führt zur Aufklärung an, dass die Frage des Proxy-Systems ein Hauptpunkt der Diskussionen in den Sitzungen des Aktionskomitees war, welches nach langer Debatte diesem Modus zugestimmt hat. Dies wurde dem andern Kontrahenten mitgeteilt, und er hat sich demgemäss auch für die Wahlen eingerichtet. Redner plädiert für die Einhaltung des dem Partner mitgeteilten Modus. Bei der Abstimmung wird die von den Radikalen beantragte Streichung des Proxy-Systems abgelehnt. Das Ergebnis dieser Abstimmung wird mit starker Unruhe aufgenommen, es fallen Pfuirufe von Seiten der Revisionisten gegen die Hitachduth. I. Mereminski (A. C, Poale Zion) schlägt vor, dass im Paragraph 8, Absatz 2) der letzte Satz „für den in diesem Absatz behandelten Zweck soll Palästina als ein Teil Europas betrachtet werden" gestrichen werden und Erez Israel dasselbe Recht wie Amerika bekommen soll. Meir Berlin (A, C, Misrachi) spricht dagegen, da Erez Israel auf solche Privilegien verzichte. Der Antrag Mereminski wird abgelehnt. Paragraph 8 und 9 werden angenommen.