Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 383 (sequence 521)
- Language
- German, English, Hebrew
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Goldmann, Stricker 383 Fünfzehnte Sitzung. Mittwoch, den 7. August, abends. Beginn: 21 Uhr. Vorsitzender: Vizepräsident Motzkin. Vorsitzender Motzkin: Das Kongresspräsidium hat beschlossen, dass keine Generaldebatte zulässig ist, sondern die Abstimmung über die einzelnen Punkte sofort vorgenommen werden soll. Del. Dr. Goldmann (Radikal) beantragt, da ein Pro-Redner zu Worte kam, auch einem Kontra- Redner für 10 Minuten das Wort zu erteilen. Der Antrag wid angenommen. Del. Ing. R. Stricker (Radikal — spricht deutsch): Ich will nicht den fruchtlosen Versuch unternehmen, durch meine Rede eine Aenderung im Resultat der Abstimmung herbeizuführen. Ich möchte nur den Weg beleuchten, den jetzt die Zionistische Organisation gehen wird, und bei dieser Gelegenheit einige Worte von dem Manne sprechen, dessen Bild hier hängt, von dem Manne, über den mit Recht auf diesem Kongress wenig gesprochen wurde, weil vielleicht die Redner gefühlt haben, dass sie nicht ganz würdig sind, von diesem Manne zu sprechen. (Rufe: Das ist eine Beleidigung!) Was ist es? Eine Beleidigung? Ja, es ist eine Beleidigung! Vor zwei Jahren haben wir in Basel das dreissigjährige Jubiläum des Zionistenkongresses gefeiert. Bei diesem Anlass sind die Herren, die dem ersten Kongress beigewohnt haben, also grösstenteils heutige Führer des Zionismus, auf die Tribüne gegangen und haben gesprochen. Sie haben von sich gesprochen, was sie sind und was sie gemacht haben. Da ist dann einer, unser alter Freund Motzkin, aufgesprungen und hat ungefähr gesagt: „Was redet ihr da herum? Warum sprecht ihr nicht von Herzl? Warum erinnert ihr nicht an ihn, die ihr hier in diesen Saal gekommen seid als Sklaven? An der Tür habt ihr es