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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 324

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 324 (sequence 462)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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324 Zwölfte Sitzung. Dienstag, den 6. August, abends. Beginn der Sitzung: 8 Uhr 30 Min., abends. Vorsitz: Vizepräsident Ussischkin. Vors. Ussischkin (spricht hebräisch): Auf der Tagesordnung steht heute die Kulturarbeit in den Diasporaländern. Wir müssen heute diese Frage abschliessen, weil morgen früh eine weitere Sitzung stattfindet, die der Frage der Agency gewidmet sein wird. Wir werden also wie folgt vorgehen. Es wird ein Referent sprechen, dann wird ein Vertreter des Misrachi ein Korreferat halten, dann wird ein Gast aus Russland uns von der kulturellen Arbeit aus Russland berichten, ferner werden fünf Redner von den verschiedenen Parteien je zehn Minuten sprechen. Zum Schluss wird die Exekutive ihre Stellung darlegen, und die Abstimmung wird erfolgen. Bevor ich dem Referenten das Wort erteile, bitte ich die Anwesenden, sich zum Zeichen der Trauer zu erheben. Wir haben heute eine sehr traurige Nachricht erhalten. Prof. Harold E. Grimshaw, Chef der Abteilung für Eingeborenenarbeit (native Iabour) im Internationalen Arbeitsamt, ständiger Vertreter des Int. Arbeitsamtes in der Mandatskommission des Völkerbundes, ist heute gestorben. (Der Kongress erhebt sich.) Grimshaw war in den einflussreichen Kreisen des Völkerbundes einer der wärmsten und aufrichtigsten Freunde des Zionismus. Seinen Sympathien und seinem tiefen Verständnis für das zionistische Ideal gab er zu wiederholten Malen Ausdruck und tat auch praktisch vieles für den Zionismus bei der Mandatkommission des Völkerbundes. Besonderes Interesse hatte er für die auf seinem Spezialgebiet liegenden Fragen der jüdischen Arbeiterschaft in Erez Israel und bemühte sich stets, ihre Forderungen zu unterstützen. Vor einem Jahre besuchte er für kurze Zeit Palästina und erstattete nach seiner Rückkehr der Mandatkommission einen sehr günstigen Bericht über diese Reise. Der Zionismus und Grimshaws zahlreiche zionistische Freunde verneigen sich trauernd am Grabe dieses prächtigen, zu früh dem Leben entrissenen Menschen. Nach dieser traurigen Pflicht erfülle ich gern die angenehme, unsere Gäste, die Schöpfer der hebräischen Kulturbewegung, die sich unter uns befinden, zu begrüssen, insbesondere die Dichter Tschernidhowsky, Schneur und Jakob Kahan. (Beifall.)

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