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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 319

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 319 (sequence 457)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Sacher Nun zur Frage des Kotel Maarawi. Als das Ereignis vorkam, war ich von Palästina abwesend, und jetzt, nach einiger Zeit, wenn wir von einer gewissen Ferne darauf zurückblicken können, was zu jener Zeit sich ereignet hat, bin ich eher geneigt, ein Kritiker des Jischuw zu sein, als ein Kritiker der Exekutive. Ich glaube, dass der Jischuw zu jener Zeit nicht sehr klug gehandelt hat. Ich glaube, dass wir uns ein bisschen überhitzt und die Möglichkeiten und Gefahren, die in diesem Problem stecken, nicht genau abgewogen haben. In der letzten Zeit haben wir versucht, die ganze Frage auf eine bessere Basis zu stellen, und ich glaube, dass wir etwas zur Aenderung dieser Frage herbeigeführt haben. Wir stehen noch mitten in den Verhandlungen. Es ist für die Exekutive daher schwer, eine genaue Antwort zu geben, weil wir mitten in der ganzen Sache stehen. (Zwischenrufe Misrachi: Die Araber stehen mitten in der Arbeit!) Und nun zur Frage der Deportation. Ich wurde beschuldigt, nicht, dass ich nichts in der Sache unternommen habe, sondern dass ich einen letzten Schritt nicht mitgemacht habe. Man gesteht, dass wir zweimal in diesem Falle zur Regierung gegangen sind, man gesteht, dass ich persönlich diese Fragen mit dem High Commissioner besprochen habe. Wessen ich beschuldigt werde, ist, dass ich dagegen war, dass man von dem High Commissioner an den Kolonialsekretär appelliert. Es ist richtig (wendet sich zur Linken), Sie haben es getan und ich beglückwünsche Sie zu Ihrem Erfolg. Aber nichtsdestoweniger bin ich der Meinung, dass ich den richtigen Weg beschritten habe und nicht Sie. In dieser Frage der Deportation kann man auf die Dauer nur dann Erfolg erzielen, wenn man mit und durch den High Commissioner arbeitet. Ein High Commissioner sieht es sehr ungern, dass man sein Urteil und seine Autorität in einer ganz individuellen administrativen Frage — nicht prinzipieller Art — untergräbt. (Zwischenruf der Linken: Das war ein Präzedenzfall, zum erstenmal sollte jemand auf administrativem Wege ohne Gerichtsverhandlung ausgewiesen werden.) Ich könnte Ihnen hundert Fälle zitieren, wo man auch Engländer ausgewiesen hat. Sie wissen das nicht. (Zwischenruf Locker: Auch aus England?) Wir besprechen jetzt nicht die allgemeine Frage der Deportation, sondern meine Handlungsweise in einem Fall. Und ich erkläre Ihnen, warum ich diesen Weg gewählt habe, und begründe meine Handlung. Vielleicht sind Sie anderer Meinung. Aber sagen Sie nicht, dass hier keine Frage existiert, sagen Sie nicht, dass die Frage so einfach ist. Und nun zur Frage des Keren Kajemeth. Herr Remez hat in zwei Sachen gegen mein Vorgehen protestiert. Erstens konnte er nicht begreifen und auch nicht ertragen, dass ich als Mitglied der Exekutive vor dem Kongress Kritik am Keren Kajemeth übe. Wer hat diese Frage auf dem Kongress aufgeworfen? Es war einer der Linken, es war Berl Katznelson. Und Berl Katznelson ist nicht bloss ein angesehener Führer der Arbeiterschaft, er ist auch Direktor des Keren Kajemeth. Ich bin eines von den bösen

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