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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 313

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 313 (sequence 451)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7463-3483611
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Mossinson, Persitz 313 Jetzt, wo wir in eine neue Situation treten, wo wir in unserer Arbeit mit neuen Personen zusammenkommen werden, die unserer Sache fernstehen und deren Stellung zu unseren Fragen wir nicht kennen, müssen wir das ganze Problem der Erziehung im Lande aufrollen. Es ist möglich, dass gerade die Erziehungsarbeit Schwierigkeiten bilden wird, weil hier hauptsächlich das nationale Moment zum Ausdruck kommt. Und daher muss gerade dieser Kongress das Problem der Erziehung und der Kulturarbeit hervorheben. Im Lande entstehen neue Faktoren auf dem Kunstgebiet durch das Theater, die Malerei, die uns viel Segen bringen könnten. Es gibt aber keine lenkende Hand. Es ist höchste Zeit, dass das Erziehungs- und Kulturdepartement der zionistischen Exekutive nicht nur ein Departement für Schulen sei, sondern sich für alle kulturellen Fragen interessiere. Ich denke dabei nicht an Subventionen, aber die Exekutive sollte sich doch dafür interessieren und als moralische Kraft leitend wirken. Die Exekutive war aber nur mit organisatorischen Fragen und Fragen der Statuten beschäftigt und konnte nicht zu den Hauptfragen der Erziehungsarbeit kommen. Das Problem des Hebräischen ist noch nicht vollkommen gelöst. Es gibt auch ein Problem des Menschen und des Juden, des Kontaktes zwischen Erez Israel und der Diaspora — unsere Kinder wissen fast nichts von dem Leben der Juden im Galuth, von ihren Freuden und Leiden. Die Exekutive hält sich aber nur für das Budget für verantwortlich und behandelt nur die organisatorischen Fragen, nicht aber den Geist der Sache. Es werden vielleicht Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiedenen Gruppen entstehen. Diese werden aber die Arbeit nur befruchten. Dieser Kongress sollte also deutlich vor der ganzen Welt erklären, dass unsere Kulturarbeit, unsere Erziehungsarbeit, unsere Geistesarbeit im Lande die Grundlage unserer gemeinsamen Arbeit mit der Agency bilden wird. Wenn dies geschieht, wird dieser Kongress von Segen sein. (Beifall.) Del. Schoschanah Persitz (Palästina — spr. hebräisch): Der ganze hebräische Zibbur in Erez Israel erwartete und hoffte, dass die Probleme der hebräischen Kultur in ihrem ganzen Umfang vor diesem Kongress ausgebreitet werden würden, gerade vor diesem Kongress, der eine Epoche abschliesst und den Anfang einer neuen Epoche bedeutet. Es wurde behauptet, die Exekutive habe in Dingen der Erziehung und der Kultur «resündigt. Wir dürfen die Exekutive nicht für Sünden verantwortlich machen, die wir begangen haben. Es ist nicht richtig, wenn man der Exekutive vorhält, sie habe sich mit den Problemen der Erziehung nicht befasst. Wir selbst haben ja die Grenzen für die Erziehungsarbeit gesetzt und nicht die Exekutive. Die Exekutive erfüllt den Willen der Organisation und wir haben unseren Willen zur hebräischen Kultur nicht budgetär bewiesen. Wenn wir wirklich den Willen hätten, etwas zu tun, dann würden wir mehr schaffen. An uns lag es, eine Erweiterung

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