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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 300

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 300 (sequence 438)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7450-3483598
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300 11. KONGRESS-SITZUNG: Debatte über die Palästina-Referate dass wir wissen, was wir schulden, was wir zu bezahlen haben? In dem Bericht ist doch die Rede von den Statuten der Kwuzoth. Im Laufe der zwei Jahre wurden langwierige Verhandlungen in dieser Frage geführt. Warum konnte man aber zu keiner Verständigung in dieser Frage kommen? Einfach deswegen, weil wir verlangt haben, dass in bezug auf die Statuten, die unser inneres Leben, die Ordnung unseres Lebens betreffen, die Exekutive sich nicht einmischen soll. Sie kann die Paragraphen kritisieren, die die ökonomische Seite, die Bodenfrage der Siedlungen betreffen. Aber sich in die Lebensordnung der Kwuzah einzumischen, steht weder der zionistischen Exekutive noch irgend einer andern Körperschaft zu. Die Autonomie der Siedlungen ist unsere Sache, und darum haben sich die Verhandlungen so lange hingezogen und zu keinem Abschluss geführt. Und was überhaupt die Angelegenheit der Verträge anbetrifft, so muss doch die Exekutive selbst gestehen, dass sie erst in der letzten Zeit vor dem Kongress eine konkrete Tätigkeit in dieser Riehtung entfaltete. Erst damals hat Herr Sacher zum erstenmal die landwirtschaftlichen Siedlungen bereist. Und es scheint mir, dass er selbst gesehen hat, dass die Sache nicht so einfach ist, dass es sich nicht um die Frage von 2 oder IVz Prozent handelt, sondern um eine komplizierte Sache, die mit dem ganzen Bau der Siedlung zusammenhängt. (Beifall.) D. Remez (A.C., Poale Zion — spricht jüdisch): Unsere Zusammenarbeit mit der Exekutive Sachers war sehr merkwürdig. Sie hat zerstört, wir haben aufgebaut. Wir haben die Front gehalten, sie hat entmutigt. Wir haben es auf uns genommen, den Wagen der Exekutive Sacher bergauf zu schleppen, und sie hat, das muss man zugeben, in der letzten Zeit sich schleppen lassen. Die ganze Last der zionistischen Verantwortung hat die Arbeiterschaft auf ihren Schultern getragen. Ich will das durch Tatsachen illustrieren. Die letzten zwei Jahre in Erez Israel waren schwarze Jahre. Für uns, für die Exekutive und für die ganze zionistische Bewegung. In diesen Jahren haben gewisse Momente eine ganz besondere Verantwortlichkeit erfordert. Aber gerade da wusste die Exekutive nicht, was ihre Aufgabe zu sein hatte. Wir schätzen Sacher, schätzen seine Fähigkeiten, aber die Wahrheit steht uns höher. Das muss klar und deutlich gesagt werden. Gleich in der ersten Zeit hat die Exekutive den Kopf verloren. Wir sind mit konstruktiven Vorschlägen gekommen, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Man hat unsere Vorschläge zunächst als lächerlich bezeichnet. „Kein Plan, kein Geld, kein Ausweg", das war buchstäblich die Antwort der Exekutive, das ist protokollarisch festgestellt. Als wlv 65 000 Pfund von der Regierung verlangten und dazu 35 000 Pfund von der Exekutive, um den Zustand der Arbeitslosigkeit mit einem Schlage

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