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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 295

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 295 (sequence 433)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7445-3483593
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Szold, Berlin, Ostrowsky 295 kann, dass man nicht sozusagen jedes Mal an die Lunge denken muss, wenn man einen Atemzug tun will; nur dann werden wir den jüdischen und hebräischen Humanismus unter unseren Kindern schaffen können. (Langanhaltender Beifall.) Vorsitzender Berlin: Wir treten in die Debatte über die vier Referate Henrietta Szold, Sacher, Hantke und Ussischkin ein. Im Einvernehmen mit dem Permaneazausschuss hat das Präsidium beschlossen, in der Debatte je einem Vertreter der Parteien und vier Vertretern aller Landesorganisationen das Wort zu erteilen. Die Redezeit beträgt 20 Minuten. Präs.sSekretär Dr. Gelber teilt mit, dass der Permanenzausschuss sofort zu einer Sitzung zusammentritt. Del. Rabbi Ostrowsky (Misrachi — spricht jüdisch): Wir waren ursprünglich der Ansicht, dass wir mit einer scharfen Kritik zurückhalten müssten, um keine Verbitterung zwischen dem allgemeinen Chinuch in Erez Israel und jenem des Misrachi hervorzurufen. Der Kongress kann nicht der Ort sein, dieser Verbitterung Ausdruck zu geben. Aber das Referat von Miss Henrietta Szold hat eine grosse Beschuldigung gegen den Misrachi enthalten. Daher sind wir gezwungen zu antworten und die Wahrheit zu sagen, um unser Vorgehen zu rechtfertigen. Ich will nicht auf die Einzelheiten von Sichron Jakob eingehen. Eine Kommission von drei Personen, die nicht dem Misrachi angehörten, untersuchte die Angelegenheit von Sichron Jakob und das Protokoll dieser Kommission spricht eine deutliche Sprache. Man kann darin lesen, dass die Elternschaft von Sichron Jakob eine Misrachischule anforderte, weil nach drei Jahren der Geduld dem Fass der Boden ausgeschlagen wurde, als der Lehrer der Schule am Tischa be'Aw in der Schule Musik spielen Hess. Wir haben uns der Vorgänge in Sichron nicht zu schämen. (Beifall beim Misrachi. Unruhe.) In Balfouria wurde festgestellt, dass man am Sabbat eine Theateraufführung veranstaltete, und da forderte die religiöse Partei von Balfouria vom Misrachi energisch die Errichtung einer Schule. Wir sind doch nicht in jedem Fall mit der Linken unlösbar verbunden! Das ist aber der erste Fall in Erez Israel, wo der Misrachi neben einer schon bestehenden Schule eine andere errichtet hat. Wenn sich Frau Szold darauf beruft, dass das Abkommen von 1920 verletzt wurde, so muss darauf hingewiesen werden, dass dieses Abkommen nur zwischen dem Misrachi und dem allgemeinen Erziehungswesen geschlossen wurde, sich jedoch nicht auf die Schulen der Arbeiterschaft bezog, die erst viel später ihre Schulen, darunter auch die in Balfouria gründete. 27

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