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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 278

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 278 (sequence 416)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7428-3483576
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278 10. KONGRESS-SITZUNG: Referat über die Aufgaben des Keren Kajemeth kleinen Lande, wie es Palästina ist, geschaffen werden kann, das alles können wir schaffen, aber wenn wir nicht den Boden haben, dann ist alles verloren. Ich glaube, dass dieses Gefühl jetzt in unserer Welt, besonders in Erez Israel, bei allen in gleicher Weise vorhanden ist. Und die Aufgabe dieses Kongresses ist es, nach einer Entscheidung dieser Frage zu suchen. Ich habe in meiner Eigenschaft als Direktor des Nationalfonds das Programm des Direktoriums der Exekutive vorgelegt, und sie hat diesem Programm im allgemeinen zugestimmt. Was ist unser Programm für die nächsten zwei Jahre? Grossmann hat gesagt, es sei unmöglich, über Bodenreserve in der Oeffentlichkeit zu sprechen, das sei politisch nicht klug. Glaubt er denn, dass der arabische Effendi nicht weiss, was wir wollen, wohin wir streben, und dass wir keine andere Möglichkeit haben, als den Boden zu kaufen? Selbst wenn wir Boden von der Regierung bekommen, so gibt es noch hunderttausende Dunam privaten Bodens, die wir mit Geld erwerben können. Vor 32 Jahren hatte ich in Paris eine Unterredung mit Edmond Rothschild. Das war zu der Zeit, als Herzl den ersten Kongress einberief. Rothschild war entschieden dagegen. Er sagte mir: „Ich weiss, dass Sie einen grossen Einfluss auf die Bewegung haben, wie können Sie einen Kongress zulassen, wie können Sie öffentlich über Palästina sprechen, das wird unserer Arbeit schaden. Lernen Sie von mir, wie man in der Stille arbeitet/* „Sie haben vollkommen recht," erwiderte ich, „ich nehme Ihren Vorschlag an, in Ihrem Sinne auf Herzl zu wirken. Aber eine Bedingung stelle ich: dass Sie uns Ihr Scheckbuch übergeben 1 Wenn S i e Kolonien gründen wollen, dann unterschreiben Sie einen Scheck. Wenn w i r etwas dieser Art tun wollen, dann haben wir nur einen Weg, nämlich mit den Juden zu schreien." (Heiterkeit.) Auch ich habe leider keinen anderen Ausweg als hier mit Ihnen über diese Dinge zu sprechen. Wir haben uns ein Minimalprogramm für die nächsten zwei Jahre gesetzt. Um dieses Minimalprogramm durchzuführen, ist für die nächsten zwei Jahre ein Nettobetrag von einer Million Pfund erforderlich. Das ist eine Einnahme, welche mehr als dreimal so gross ist wie die bisherige. Meine Kollegen und guten Freunde im Keren Kajemeth haben mir gesagt, dass ich zu wenig fordere. Darauf antwortete ich Ihnen: Wenn ich das bekomme, so verspreche ich Euch, mehr zu fordern. (Heiterkeit.) Die Summe von einer Million Pfund kann meiner Ueberzeugung nach aufgebracht werden, wenn die zionistische Welt die gehörigen Anstrengungen macht. Von dieser Summe müssen in erster Linie unsere Verpflichtungen der letzten zwei Jahie bezahlt werden, ferner unsere Ameliorisierungsarbeiten und die Assanierung in der Ebene Saron und der Haifa-Bay beendigt werden. Dann jedoch müssen neue Käufe erfolgen, über die ich hier nur ganz allgemein sprechen werde, da die diesbezüglichen Resolutionen der Kolonisationskommission vorliegen und nach eingehender Beratung dem Kongress vorgelegt werden.

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