Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 401)
- Language
- German, English, Hebrew
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Sacher, Hantke 263 im Galuth wie in Palästina zu wenig der Exekutive und zu sehr andern Körperschaften zustand. Kooperation mit diesen Körperschaften wird immer notwendig sein, aber die Stärkung der Kontrollmöglichkeit der Exekutive im Galuth und in Palästina ist eine dringende Aufgabe. Die Frage des Kotel Maarawi (Klagemauer) wurde durch den Präsidenten der Organisation und Prof. Brodetsky behandelt. In der jüngsten Phase der Entwicklung hat die Zionistische Palästinaexekutive in einem Memorandum dargelegt, dass die ganze Frage durch das Mandat geregelt sei, dass die bisher von der Regierung zu Grunde gelegte Lehre vom Status quo durch das Mandat nicht zu rechtfertigen sei und dass unsere Rechte unter dem Mandat vollständigere und ausgedehntere seien, als diejenigen, die sich nach diesem Prinzip ergäben. Jewish Agency und Keren Hajessod Dr. Arthur Hantke (Direktor des Keren Hajessod — spricht deutsch): Die Jahre zionistischer Arbeit vor dem Jahre 1914 waren eine Zeit tastender Versuche, eine Periode von Vorbereitung und innerer Gärung. Unter dem Eindruck der Entwicklungsmöglichkeiten, wie sie Balfour- Deklaration und Palästina-Mandat gaben, konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der zionistischen Oeffentlichkeit in weitem Umfang auf den Kreis derjenigen Aufgaben, welche die ältere Generation unter der Bezeichnung der praktischen Palästina-Arbeit zusammenfasste. Man gewöhnte sich bald, die einzelnen Arbeiten dieses Kreises nur als praktische Tagesfragen zu behandeln. Ihr Zusammenhang mit der zionistischen Idee, mit der Entwicklung der jüdischen Renaissance wird als selbstverständlich unterstellt, in seinen Einzelheiten nicht untersucht. So schwindet das Bewusstsein des aktiven Zionisten, der doch der lebendige Träger der praktischen Palästina-Arbeit ist, mit seiner täglichen Arbeit in der Kette der durch Generationen dauernden und Generationen erfüllenden Entwicklungsstadien der jüdischen Wiederbelebung zu stehen. Und so fällt es einer jüngeren, erst im Aufsteigen begriffenen Generation immer schwerer, die an sich stets kleinlichen und entsagungsvollen Notwendigkeiten der laufenden Arbeit in der Verklärung zu sehen, in der wir älteren einmal Schekelverkauf und Büchsenverteilung gesehen haben. Mit allen anderen Aufgaben praktischer Palästina-Arbeit leidet hierunter die Arbeit für den Keren Hajessod. Und so wollen wir wieder einmal Sammelarbeit unter dem Aspekt der nationalen Gesamtentwicklung betrachten. Als wir unter der Führung Theodor Herzls die Zionistische Organisation aufbauten, als sich aus dem „Bureau des Zionistenkongresses" das „Zentralbureau des Zionistischen Aktionskomitees" entwickelte, hatten 25