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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 260

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 260 (sequence 398)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7410-3483558
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260 10. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Palästina-Exekutive zur Ratifikation vorgelegt, und diese schlug Aenderungen vor, die der Palästinaexekutive unannehmbar erschienen. Was die Bestimmungen der Verträge selbst anbetrifft, so ist bisher über die Grundfrage des Zinsfusses und der Zahlungstermine keine Verständigung erreicht worden. Die Palästinäexekutive verlangt einen Zinsfuss von 2% Prozent und die Siedler bestehen auf einem solchen von 2 Prozent. In dieser ganzen Frage der Verträge mit den Siedlungen bemühte sich die Palästinaexekutive so grosszügig wie möglich zu sein und ging mit ihren Konzessionen bis an die Grenze. Sie bedauert aufs tiefste, dass eine Verständigung nicht erzielt wurde, denn es ist klar, dass keine neue Kolonisation stattfinden kann, ehe diese Frage befriedigend gelöst ist. Mit der Organisation verbundene Probleme. Das erste der mit der Organisation verbundenen Probleme, das sich der Exekutive aufdrängte, war die dringende Notwendigkeit der Sanierung der Finanzen der Zionistischen Organisation. Seit Jahren überschritten die Ausgaben der Organisation ihre Einnahmen. Schulden, vor allem schwebende Wechselschulden wurden angehäuft, der Kredit der Organisation war tief gesunken, und die Lehrer- und Beamtengehälter waren viele Monate im Rückstand. Vor allem wegen des Versagens der Zionisten in der ganzen Welt und besonders in Amerika bei Erfüllung der von ihnen übernommenen Verpflichtungen konnte die Sanierung der Finanzen nicht vollständig durchgeführt werden. Dennoch wurde die Schuld erheblich vermindert, vor allem die schwebende Schuld, der Kredit der Palästinaexekutive wurde wieder hergestellt, und bis zum Monat Juni wurden die Rückstände an Beamten- und Lehrergehältern nachgezahlt. Es steht zu befürchten, dass durch das Fehlen entsprechender Einnahmen in den letzten Monaten des Jahres eine Wendung zum Schlechteren eintreten wird. Die Palästinaexekutive stand vor der Tatsache, dass zwei wichtige und eng verbundene private Institutionen, die American Zion Commonwealth (Amzic) und die Gesellschaft Meschek, zusammengebrochen waren, gegenüber deren Schicksal wir nicht desinteressiert bleiben konnten. Der Konkurs dieser Gesellschaften hätte den Konkurs der Zionistischen Organisation von Amerika bedeutet, sowie den Rückfall weiter Bodenstrecken, auf denen schon jüdische Siedlungen begonnen worden waren, an die arabischen Vorbesitzer. Die Zionistische Organisation hat trotz ihren eigenen finanziellen Schwierigkeiten die Aufgabe der Liquidierung der Amzic übernommen, und Herr van Vriesland, der Schatzmeister der Zionistischen Organisation, hat in privater Eigenschaft den schwierigen Posten des Liquidators übernommen. Die Zionistische Organisation hat in dieser Angelegenheit sehr schwere finanzielle Opfer gebracht, aber anderseits hat sie den guten Namen der zionistischen Organisation von Amerika

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