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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 252

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 252 (sequence 390)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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252 10. KONGRESS-SITZUNG: Totenfeier Leben vollendet. Ein Sprössling einer jüdischen Gelehrtenfamilie und treuer Sohn seines Volkes, war er wie ein Vater von den rumänischen Zionisten geliebt. Der Verewigte hat schon zu Lebzeiten die Liebe und Verehrung weitester Kreise genossen; sein Andenken wird zu stetem Segen bei uns fortleben. Rabbi Gedalja Schmelkes, PrzemysI, einer der ersten zionistischen Rabbiner, der geholfen hat, den Zionismus in seinem Lande einzupflanzen, ein Stolz des Rabbinertums. Wir beklagten aufs tiefste den Heimgang dieses vorbildlichen gelehrten geistlichen Führers, der tatkräftig und treu am Aufbau unserer Organisation mitgekämpft und wacker mitgearbeitet hat. In Dankbarkeit und Verehrung werden wir seiner immerdar gedenken. Baruch Kahane, Ploesti, auch einer derjenigen, die schon in vorzionistischer Zeit für unsere Idee tätig waren. Dr. Jacob Kohan-Bernstein, Kischinew, ehemaliges Mitglied des engern A. C., eine der herrlichsten, geliebtesten Gestalten des ersten Kongresses, Führer der Studenten und selbst ein alter Student im edelsten Sinne dieses Wortes bis zu seinem Todestage, ein jüdischer Enthusiast, der nur nach dem Kalender alt geworden ist, tatsächlich aber immer jung und feurig geblieben war. Er hat wie nur wenige gestrebt, gerungen und gekämpft. Eine ausserordentlich sympathische Persönlichkeit, hat er seit seiner Jugend mit unermüdlichem Eifer und reinstem Idealismus daran gearbeitet, das Verständnis der jüdischen Oeffentlichkeit in Russland für den Zionismus zu wecken. Es war eine beklagenswerte Entwicklung in seinem Leben, dass er, nachdem er sich in Palästina zweimal niedergelassen hatte, durch Zeitumstände sich gezwungen sah, Palästina zu verlassen, und, ferne seinem Sehnsuchtslande und der wirklichen Heimat seiner Seele, uns entrissen wurde. Wir beklagen den Verlust von Dr. J e 1 s k i, Rabbiner in Genf. Vorher war er lange Jahre einer der ersten modernen Prediger in einer grossen Industriestadt Polens. Er war einer derjenigen, die das zionistische Wort unter ernster Gefahr und gegen grosse Gegnerschaft kühn und weise verkündeten. In der Schweiz, wo er seine letzten Jahre in stiller Zurückgezogenheit verbrachte, war er nicht mehr aktiv tätig, doch im Geiste war er bei uns. Dr. Siegmund Werner, einer aus der nächsten Umgebung Herzls, einer derjenigen, die wir immer in der Nähe Herzls auf der Kongresstribüne sahen, ein Mann mit vortrefflichen geistigen Anlagen, doch immer anspruchslos in seinem Charakter, in Herzls Geiste tätig bis zu seinem frühzeitigen Tode. Noch auf dem vorigen Kongress hatten wir ihn nach längerer Pause wieder begrüssen können und nun betrauern wir seinen Tod. Dr. Jakob G o 1 d b e r g aus Paris, auf tragische Weise umgekommen, Beamter der ITA, der uns gute Dienste geleistet hat.

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