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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 225

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 225 (sequence 363)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7375-3483523
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Soloweitschik 225 erinnerlich, wie höhnisch er einmal über die „strategischen Erfahrungen" von Mereminski gesprochen hat. Fünf Jahre später haben wir in Südafiika vom Leiter der englischen Kolonialpolitik genau dasselbe über die englischen Interessen in Palästina gehört, was damals Mereminski gesagt hat und was von Weizmann mit höhnischen Bemerkungen beantwortet wurde. Weizmann ist vielleicht ein guter Politiker in der Zeit des Aufstieges, aber er ist es keinesfalls für die Zeit, wenn es schlechter geht. Er verliert die Nerven. Auch das, was er hier über Wise gesagt hat — ich will schon gar nicht über die Form seiner Ausführungen sprechen —, war unpolitisch. Man darf nicht nur an die Wirkungen nach aussen denken, sondern auch an die Wirkungen nach innen, auf die zionistische Oeffentlichkeit. Jabotinsky hat hier unsere Grundbegriffe zu definieren versucht. Er hat das Thema nicht bis zu Ende geführt. Ich will versuchen, seine Gedanken weiterzuspinnen. Was ist der Unterschied zwischen Zionisten und Nichtzionisten? Diese Schicksalsfrage des Zionismus lastet drückend über unserem Kongress. Es gibt verschiedene Theorien über diesen Unterschied von Zionisten und Nichtzionisten. Und eine dieser Theorien besagt, dass der Unterschied darin liegt, dass alle Mitglieder der künftigen erweiterten Jewish Agency an sich zionistisch sind, nur dass die Zionisten auf demokratischem Wege gewählt sind, die Nichtzionisten auf einem anderen. Da aber auch die Nichtzionisten auf einer möglichst demokratischen Grundlage gewählt werden sollen, so bleibt für den Zionismeus nichts anderes übrig, als dass er eine zionistische Kurie innerhalb der Jewish Agency zu bilden hat. Wir stehen auf einem entgegengesetzten Standpunkt als dem eben geschilderten, der dadurch besonders an Bedeutung gewinnt, dass er aus offiziellen Sphären stammt, nämlich von Herrn van Vriesland. Der Unterschied zwischen Zionisten und Nichtzionisten ist kein zufälliger und kein formaler, sondern er ist der Ausdruck der ganzen sozialen Struktur des jüdischen Volkes. Und wir werden uns nicht von den grundlegenden Theorien des Zionismus, wie sie unsere geistigen Führer geschaffen haben, durch Unternehmungen abbringen lassen, die Ausgeburten sind von Nervosität und Hysterie. Wir sind überzeugt, dass es noch grosse Auseinandersetzungen geben wird, und wir wollen unsere Positionen im voraus sichern. Wir sind uns alle darüber einig, dass die Heranziehung neuer Kräfte eine Notwendigkeit war. Aber die Form, in der es geschieht, birgt in sich grosse Gefahren. Und darum halten wir es für unsere Aufgabe, zu schützen, was wir haben: die Zionistische Organisation, ihre Institutionen und vor allem den Kongress. Deshalb wollen wir auf diesem Kongress dafür kämpfen, dass es eine eigene zionistische Exekutive geben soll, welche nicht unbedingt mit der Exekutive der Jewish Agency verbunden sein soll, und dass die zionistische Delegation einheitlich auftreten soll mit gebundenen Man-

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