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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 165

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 165 (sequence 303)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7315-3483463
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Wise 165 Ich wende mich nun der Frage der verfolgten und bedrängten Zionisten in Russland zu. Ich weise auf die ausgezeichneten Resolutionen hin, die die Zionistische Organisation von Amerika vor wenigen Wochen in Detroit auf Grund des scharfen Protestes des amerikanisch-jüdischen Kongresses beschlossen hat. Bezüglich des Schicksals der verfolgten und verbannten Zionisten in Russland herrschte in Amerika seit einigen Jahren ein auffälliges und bedauerliches Schweigen, entsprechend dem so ziemlich in der ganzen zionistischen Welt herrschenden System. Ich wage zu behaupten, dass dieses Stillschweigen nicht deswegen herrscht, weil man Rücksicht auf das Schicksal der Juden in Russland nimmt, die ausser dem nackten Leben wenig zu verlieren haben, sondern weil man die jüdische Kolonisation in Russland nicht stören will. Erst kürzlich brachte die südafrikanische zionistische Föderation ihre berechtigte Entrüstung zum Ausdruck, weil man in ganz Südafrika für die jüdische Kolonisation in Russland Geld sammelte. Daraufhin Hess einer der nichtzionistischen Führer der Jewish Agency in Amerika Herrn Rothenberg rufen und protestierte gegen diese Resolution als gegen einen Bruch der Vereinbarungen zwischen Zionisten und Nichtzionisten. (Morris Rothenberg : Sie sind falsch informiert; der Herr, auf den Sie anspielen, hat mich allerdings eingeladen, aber weil er ein von Herrn Alexander in Südafrika unterzeichnetes Telegramm erhalten hatte, wonach man dort behaupte, ein erheblicher Teil der Joint-Gelder werde für Sowjet-Propaganda verwandt. Herr Marshall ersuchte mich, unsere zionistischen Freunde in Südafrika zu informieren, dass dies unrichtig sei.) So wie ich es erzähle, war es in der amerikanschen Presse zu lesen. (Zwischenruf: Sie haben nur den ersten Artikel gelesen und nicht die Widerlegung.) Vor meiner Abreise zum Kongress hatte ich eine Unterredung mit einem der bedeutendsten Staatsmänner in Washington, der mich ermächtigte, mit einigen Führern der heutigen britischen Regierung darüber zu sprechen, dass er und das amerikanische Volk, nicht nur die amerikanischen Juden, dringend hofften, die britische Regierung würde, wenn sie die Beziehungen zu den Sowjets wieder aufnimmt, Schritte tun, um das traurige Schicksal der Juden in Russland zu mildern, denen jede Möglichkeit geraubt ist, für ihre Ideale und ihre Sprache zu arbeiten, insbesondere aber das Schicksal der Zionisten, die fälschlich beschuldigt würden, Gegenrevolutionäre zu sein. Ich freue mich, dem Kongress heute sagen zu können, dass ich bei einigen Führern der englischen Regierung in London Sympathie und Verständnis fand, in höherem Masse als bei gewissen Kreisen im jüdischen Leben, die anscheinend bereit sind, alles Jüdische in Russland für den Schein einer Pseudokolonisation zu opfern. Dr. Weizmann hat über die Einmischung in die Arbeit der politischen Leitung gesprochen. Niemand wird sich einmischen, wenn die politische Arbeit gemacht wird, aber wenn sie nicht gemacht wird, kann mich nichts daran hindern, zu tun, was mir mein Gewissen gebietet. Wenn

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