Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 141 (sequence 279)
- Language
- German, English, Hebrew
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Blumenfeld 141 iiismus des Galuth in einer unerträglichen Weise zerrissen ist durch Parteiungen und Spaltungen. Und er sieht auch, dass alle diese Gruppen der Spaltungen müde sind, ich verstehe, dass es in Erez Israel Interessenparteien gibt, aber der Galuth-Ziomsmus muss nicht ein absolutes Widerspiel dieses Bildes sein. Ich verlange nicht Aufgabe von Gesinnung und Meinung, aber einen Zusammenschluss, nicht in Form eines Dachverbandes, der die Verewigung des gegenwärtigen Zustandes ist. Es wird nötig sein, dass wir überall zu wirklichen Landesverbänden kommen und bei Fortbestehen der Fraktionen eine einheitliche Leitung gegenüber den Nichtzionisten haben. Das bedeutet ein Opfer für alle Teile. Den Zustand, wie er jetzt ist, ertragen wir keine zwei Jahre mehr. Wenn ich irgendwo im Osten war, kamen im geheimen die Führer der Gruppen zu mir und sagten, wenn wir von einem zionistischen Siege sprechen, dann haben wir über zionistische Gruppen gesiegt, nicht über die Gegner. Es handelt sich hier nicht um eine Denaturierung von Gesinnungen, sondern darum, dass alle Gesinnungen einheitlich geleitet werden. Der Begriff der Loyalität schwindet bei uns. Nirgends mehr tritt der Mensch in Erscheinung, Menschen wie Warburg und Böhm müssten nach dem Schlüssel der einzelnen Gruppen herausfallen, die besten und entscheidenden Repräsentanten der Bewegung werden nicht mehr als Führer hingestellt. Alle Teile müssen gleichzeitig beginnen, auf diesem Gebiet umzulernen. Auf dem vorigen Kongress haben wir dafür gewirkt, dass die gegenwärtige Exekutive eingesetzt wird. Wir stehen zu unserem damaligen Entschluss, der der Situation entsprochen hat. Es war gut, nützlich und notwendig, diesen Weg zu gehen. Ja, es hat gar keinen anderen Weg gegeben. Wir wissen, dass diese Exekutive einen schweren Weg gegangen ist. Es ist eine kaum vorstellbare Sache, wie die Exekutive in Erez Israel sitzen musste, von allen Gruppen der Bevölkerung in Erez Israel bekämpft, und dass es doch gelungen ist, eine Aufgabe zu erfüllen: keine neuen Verpflichtungen auf sich zu nehmen und die alten zu vermindern und den Zustand zu schaffen, den wir heute haben. Auch wir wissen sehr gut, dass in diesen Jahren eine konstruktive Aktivität nicht stattgefunden hat, nicht stattfinden konnte angesichts der besonderen Situation, die wir vorfanden. Ich will in diesem Augenblick nicht schildern wie unsere Lage beim letzten Kongress gewesen ist. Es hat Mut, bürgerlicher Mut, Entschlossenheit und Charakter dazu gehört, eine solche Arbeit zu übernehmen. Das bedeutet nicht, dass wir kritiklos Stellung nehmen müssten. Aber wir sind den Menschen, die sich damals unter solchen Bedingungen zur Verfügung stellten, Loyalität schuldig. Es ist gewiss richtig, dass alles Neue im Lande auch der stürmenden Kraft bedarf, der kühnen Initiative besonderer Menschen. Niemand weiss besser als wir, dass das Gelingen abhängt von einem ungebrochenen Innern, von einer ungebrochenen echten und dauernden zionistischen Leidenschaft. Aber diese Haltung von Menschen ist mit dem Verhalten