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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 119

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 119 (sequence 257)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Jabotinsky 119 Nichtjuden, die die Balfour-Deklaration als etwas Inhaltloses interpretierten. Jetzt haben wir Juden veranlasst, eine solche Interpretation zu bestätigen. Wir haben ihnen gesagt: Ihr glaubt nicht an den Zionismus, ihr anerkennt keine jüdische Nationalität, aber es stört nicht, den Wortlaut der Balfour-Deklaration könnt ihr ruhig unterschreiben, weil er doch nichts bedeutet, zum Zionismus nicht verpflichtet. Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall. Nein, es gibt einen Unterschied zwischen Zionisten und Nichtzionisten, und so gross ist der Unterschied, dass alle ihn fühlen. Auch die Nichtzionisten fühlen ihn, und darum diktieren sie diese komplizierte Konstitution, decken sie sich sorgfältig und suchen jede Möglichkeit der Majorisierung auszuschliessen. Und auch die Zionisten fühlen den Unterschied. Warum hat der XIV. Kongress, derselbe, der erlaubt hat, die Verhandlungen zur Erweiterung der Agency weiterzuführen, eine ganze Reihe von Garantien verlangt? Die geschriebenen Garantien waren: demokratische Wahl, keine Proxies, Präsidium, Provisorium; und dazu kam die ungeschriebene Forderung — Geld! Trotz der berühmten Phrase „Wir können nicht warten/* war sich der XIV. Kongress doch dessen bewusst: Wenn man schon ein so wichtiges politisches und geistiges Vermögen des Volkes vergibt, wie es die Agency ist, soll man es wenigstens auf Basis eines vorsichtigen, mit Garantien ausgestatteten Kontraktes tun. Und was ist aus den Forderungen des XIV. Kongresses geworden? Zunächst die ungeschriebene Forderung: der Goldregen. Heute sagt man ja: „Die Agency ist schon Tatsache geworden*4. Warum hat man also das Hadassah-Hospital in Haifa gesperrt? Warum hat man vor kurzem telegraphiert, das Palästina-Budget müsse um 27 Prozent gekürzt werden? Weil der Drive in Amerika nicht gelungen ist. Was ist mit den magischen Unterschriften der nichtzionistischen Herren, die das Wunder des Goldregens bewhken sollten? Warum bleibt das Wunder aus? Herr Warburg hat uns dieses Rätsel ehrlich im Waad Leumi erklärt. Er sagte: Erwarten Sie keinen Goldregen; wenige unter uns sind seelisch imstande, bedeutende Summen für Palästina zu geben; und Sokolow hat hier in Zürich vor ein paar Tagen dieselbe Konstatierung der Leistungsfähigkeit der Nichtzionisten wiederholt. Sie sehen also, wie es mit der wichtigsten — obwohl nicht geschriebenen — Bedingung aussieht. Und nun die geschriebenen Bedingungen. Der vom Zionistenkongress gewählte Präsident soll Präsident der Agency sein, beschloss der XIV. Kongress. Aber die Konstitution sagt: nein, der Council der Agency darf die Präsidentenwahl des Kongresses revidieren und andere Kandidaten wählen. Die Proxies: der XIV. Kongress wusste, warum er darauf bestand, dass an Stelle der Vertreter in der Agency nur ständige Ersatzmänner treten können: er wollte eine Wirtschaft von Touristen und Gleichgültigen vermeiden. Auch das wurde nicht angenommen: ein Herr, der nicht zur Sitzung kommt, kann seine Stimme einfach einem Kollegen IG

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