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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 87

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 87 (sequence 225)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7237-3483385
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Berlin 87 mus herrschen, der nicht nur darauf beruht, dass man sagen wird, wir hätten diesen Denker oder jenen Denker, der Gott sucht oder glaubt, dass er Gott gefunden hat. Wir brauchen alle Juden, auch die nicht verstehen, Gott zu suchen; sie sind doch Gott nahe, der sie sucht und sie in Erez Israel findet. (Beifall.) Und wenn man darüber spricht, dass in Erez Israel das jüdische Leben, die jüdische Moral eine Sache der Selbstverständlichkeit ist, da jedes Kind die Bibel in der Sprache lernen kann, in der sie geschrieben wurde, muss man noch einen Schritt weiter gehen. Es genügt nicht, dass man die Bibel in der hebräischen Sprache lernen kann, man soll sie als Bibel lernen und nicht einfach als irgend ein Buch. (Beifall rechts.) Das ist der Grundgedanke, der vor allem unseren Flügel existenzfähig und kampfkräftig macht, den man als die Rechte in der zionistischen Bewegung bezeichnet. Wenn man aber behauptet, dass wir von der Regierung volle Autonomie bekommen haben und die Regierung die Einheitlichkeit der hebräischen Schulen in Erez Israel anerkannt hat, so muss man wissen, was das gekostet hat, insbesondere in bezug auf jüdische Lehrfächer. Man wird hier beim Kongress erzählen, dass es eine Selbstverständlichkeit war, dass das Erziehungswesen in Erez Israel bisher in besondere Abteilungen geteilt war. Es gibt eine Misrachi-Erziehung, es gibt das allgemeine Erziehungswesen und es gibt die Erziehung der Waadath Hatarbuth. Aber wenn wir unser Erziehungswesen richtig bewahren wollen, kämpft man gegen uns jahrein jahraus und während der letzten Zeit tagein tagaus. Nun wird man hierherkommen und Ihnen erzählen, die Regierung behaupte, dass die Autonomie des Misrachi abgeschafft werden müsse. Ich rede nun nicht allein vom Standpunkt der Misrachi- Erziehung. Ich frage die allgemeinen Zionisten und Sie Linksstehende: Ist denn das nicht das primitivste unserer politischen Rechte in Erez Israel, dass uns die Regierung in Erziehungsfragen nicht mit Forderungen zu kommen hat? (Beifall.) Die Regierung fordert das, und die Exekutive gibt sich damit zufrieden. Vielleicht sagt die Regierung einmal, was die Exekutive selbst wollte, aber nicht heraussagte. Ich bin fest überzeugt, dass der Kongress diese Forderungen ablehnen wird. Jetzt ist wahrhaftig nicht die Zeit zu kritisieren. Ob wir nun wollen oder nicht, kommt eine neue Führerschaft in unsere Bewegung und in den Aufbau unseres Landes. Und es ist sehr schwer, ein Wort gegen den zu sagen, welcher allein steht und sieht, dass seine Kraft schwächer wird. Weizmann hat davon gesprochen, dass man schätzungsweise 150 000 Pfund an Schulden in den letzten zwei Jahren zurückgezahlt hat. Keiner von uns ist der Meinung, dass man Schulden nicht bezahlen muss. Aber man muss doch fragen, was das den Jischuw gekostet hat. Man sorgt nicht für die Vergrösserung des Jischuw und tröstet sich damit,

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