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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite LVIII

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite LVIII (sequence 74)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7086-3483234
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LVIII 19. Industrie \. Der Kongress erklärt, dass eine ständige Verstärkung der jüdischen Einwanderung nach Palästina nur möglich ist, wenn gleichzeitig mit der landwirtschaftlichen Kolonisation der jüdischen Industrie die Möglichkeit einer gesunden Entwicklung gegeben wird. Dazu ist die aktive Hilfe der Zionistischen Organisation und der Regierung erforderlich. 2. Zu diesem Zwecke hält der Kongress für erforderlich: a) Dass die Palästina-Exekutive die Erschliessung neuer Absatzgebiete für die Erzeugnisse der jüdischen Industrie Palästinas in den benachbarten Ländern aktiv unterstützt. b) Dass die Palästina-Exekutive die Entwicklung der Industrie und insbesondere der Klein-Industrie durch Beschaffung von langfristigen, billigen Krediten fördert. Solange eine besondere Industriebank nicht besteht, soll dies in Form eines Garantiefonds für die von den Banken (Bank Aschrai, Waadath Ruthenberg) gewährten Industriekredite erfolgen. c) Dass der Keren Kajemeth Bodenflächen Lei den Städten und insbesondere auf seinen Böden bei der Haifa-Bay für die Errichtung von Fabriken zur Verfügung stellt. 3. Der Kongress weist nachdrücklich darauf hin, dass die jüdische Textii-Industrie Palästinas (Strickereien) durch die Weigerung der Landesregierung, einen Schutzzoll einzuführen, in ihrer Entwicklung bedroht ist und fordert die Regierung auf, die Existenz dieser Industrie durch Einführung entsprechender Zölle zu schützen. 20. Inneres Arbeitsstatut Der Kongress unterstreicht den Beschluss des XV. Kongresses, welcher feststellt, dass das Fehlen eines inneren Arbeitsstatuts des Jischuw in Palästina, das die Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer regelt, ein Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes bedeutet. Der Kongress begriisst die Fortschritte, die dank dem beiderseitigen Verständigungswiilen in bezug auf den Abschluss eines Abkommens zwischen der Arbeiterorganisation und dem Industriellenverband erzielt worden sind. Der Kongress hofft, dass diese Verhandlungen bald zum endgültigen Abschluss kommen werden, und dass in naher Zukunft entsprechende Abkommen zwischen der Allgemeinen Arbeiterorganisation, der Organisation des Hapoel Hamisrachi und den Kolonisationsverbänden sowie den anderen Arbeitgeberverbänden Zustandekommen werden. 21. Regelung der aus der Tabakarbeit 1924/25 entstandenen Defizite. Der Kongress stellt erneut fest, dass es die Pflicht der zionistischen Exekutive ist, die Schulden, die aus der Tabakarbeit des Jahres 1924 entstanden sind, entsprechend den Beschlüssen des XV. Kongressses endgültig zu regeln. Der Kongress beauftragt die Exekutive, die Höhe der durch diese Arbeit entstandenen Verluste sowie die der durch die Zionistische Organisation abzuzahlenden Schulden erneut zu untersuchen und im Laufe des nächsten Jahres ein diesbezügliches Arrangement mit dem Merkas Hachaklai zu treffen. Sollte ein solches Einvernehmen nicht erzielt werden können, so ist die Angelegenheit einem Schiedsgericht (dem Kongressgericht) zur endgültigen Entscheidung zu unterbreiten.

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