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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite LVI

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite LVI (sequence 72)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7084-3483232
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LVI 2. Zugleich betrachtet der Kongress mit Sorge die Tatsache, dass durch die schweren Lebensbedingungen in diesen Kolonien und insbesondere durch das Fehlen von billigen und hygienischen Wohnungen sowie von Hilfswirtschaften für die Selbstversorgung der Arbeiterfamilien die Position der jüdischen Arbeiter in den Pflanzungskolonien auf das ernsteste gefährdet ist. Der Kongress bedauert darum, dass trotz den klaren Beschlüssen des XV. Kongresses nichts getan worden ist, um diese schwere Lage der Koloniearbeiter zu verbessern. 3. In der klaren Erkenntnis, dass die Sicherung der jüdischen Arbeit in den Pflanzungskolonien eines der wichtigsten Erfordernisse des Aufbaus in Erez Israel ist und dass diese Aufgabe nur gelöst werden kann durch die Sicherung menschenwürdiger Lebensbedingungen für den jüdischen Arbeiter und durch Erhöhung seines Reallohns mit dem Ziel, ihn schliesslich zur selbständigen Ansiedlung gelangen zu lassen, verpflichtet der Kongress die Exekutive: a) alles zu tun, um für die Koloniearbeiter hygienische und billige Wohnungen mit kleinen Selbstversorgungswirtschaften zu beschaffen, b) die in den Jahren 1924—27 in sechs Punkten errichteten Hilfswirtschaften zu konsolidieren, c) die Einrichtung von Arbeiterküchen und Klubs finanziell zu unterstützen. 4. Der Kongress begrüsst mit Befriedigung die günstige Entwicklung der landwirtschaftlichen Unternehmungs-Kooperative „Jachin**, in der er ein wichtiges Werkzeug für die Ermöglichung von Investierungen des Privatkapitals in den Pflanzungskolonien unter Sicherung jüdischer Arbeit sieht. Der Kongress wünscht, dass die Exekutive bei erster Möglichkeit den Beschluss des XV. Kongresses über die Beteiligung am Betriebskapital dieser Gesellschaft zur Ausführung bringen soll. 17. Städtische Arbeit 1. Ansiedlung städtischer Arbeiter: Schchunoth Owdim. a) Der Kongress stellt mit Bedauern fest, dass trotz den Beschlüssen des XIII., XIV. und XV. Kongresses, und trotzdem der XV. Kongress die Schaffung von Schchunoth Owdim zu einer der wichtigsten Kolonisationsaufgaben erklärt hat, die Schaffung städtischer Arbeitersiedlungen bisher nicht in Angriff genommen worden ist. b) Der Kongress bestätigt die Beschlüsse des XV. Kongresses betreffend den Aufbau von Schchunoth Owdim und beschliesst, die Exekutive zu verpflichten, die Errichtung derjenigen Schchunoth, für die Nationalfonds-Boden bereits zur Verfügung steht, unverzüglich in Angriff zu nehmen. c) Zu diesem Zwecke beschliesst der Kongress, in das reguläre Budget der Palästina-Exekutive eine Summe von zunächst 2000 Pfund einzusetzen, die als Garantiefonds die Verzinsung und Amortisation desjenigen Teils der Baukosten verbürgen soll, der weder vom Siedler selbst beigestellt werden kann, noch auf normalem Kreditwege zu beschaffen ist Durch diesen Garantiefond soll der Bau von Häusern für 200 Arbeiterfamilien (180 von der Allgemeinen Arbeiter-Organisation und 20 vom Hapoel Hamisrachi) sichergestellt werden.

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