Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 463

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 463 (sequence 505)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3476254-3476284--6948-3483095
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Arlosoroff, Suprasky, Goldrnann, Eliashar in welcher sich der Jischuw befindet, sondern den Willen zur Stabilisierung*, welcher vielleicht unsere Finanzen gesund inachen kann, aber dazu führen wird, daß ein großer Teil des Jischuw Erez Israel wieder verlassen wird. Wir haben kein Zutrauen zu diesem Budget und konnten daher nicht dafür stimmen. Dr. Nahuni Goldmann (A. G, Radikal — deutsch): Die Fraktion der radikalen Zionisten ist der Ueberzeugung, daß dieses Budget eine katastrophale Schädigung unseres Palästinawerkes darstellt. Wir sind nicht der Ansicht, daß die kleinen Summen auf der Einnahmeseite das Ergebnis objektiver Tatsachen sind, wir glauben vielmehr, daß bei einer Aenderung des liquidatorischen Kurses der Bewegung aus dem jüdischen Volke größere Summen herauszuholen wären. Wir sind überzeugt, daß dieser Kongreß in der Lage gewesen wäre, eine Exekutive zu wählen, welche die große Majorität des Kongresses repräsentiert hätte, wenn auch dann gewisse Aenderungen in den höchsten Stellen der Exekutive hätten vorgenommen werden müssen. Aus diesem Grunde erheben wir gegen die linken Parteien den Vorwurf, daß sie nicht bereit waren, aus ihrer Ablehnung der neuen Exekutive die Konsequenzen zu ziehen und den Mut zu haben, eine Koalitionsexekutive auf der Basis einer großen Majorität zu wählen. Wir hätten eigentlich gegen das Budget stimmen müssen, da wir aber im letzten Moment den Jischuw nicht ohne Budget lassen können, haben wir uns an der Abstimmung nicht beteiligt. Del. Eliahu Eliashar (Syrien — hebräisch): Wir verkennen nicht die schwierige Lage, in der sich heute der Kongreß und die Exekutive befinden. Doch müssen wir erklären, daß sämtliche Kommissionen trotz ihrer Versprechungen unsere Wünsche nicht berücksichtigt haben. Die Sephardim haben auf diese Weise von der Zionistischen Organisation in Bezug auf die Besserung ihrer Lage nichts zu erwarten. Wir meinen, daß die Nichtberücksichtigung der Interessen der Sephardim in Palästina unserer Bewegung viel Schaden bringt. Wir wollen hoffen, daß die Exekutive unseren Wünschen doch nachkommen wird. Del. Meier Großmann (Revisionist — jüdisch): Die verschiedenen Kommissionen, besonders die politische, haben viele wichtige Resolutionen ausgearbeitet, die vom Kongreß angenommen worden sind und die im Einklänge mit unseren Forderungen stehen. Die heutige Exekutive 463

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.