Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 462 (sequence 504)
- Language
- German, English, Hebrew
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18. Sitzung: Bericht der Budget-Kommission Exekutive ihrer objektiven Eichtlingnach, die auch in diesem Budget zum Ausdrucke kommt, ungeachtet ihrer Erklärung doch gegen die Arbeiterbewegung gerichtet ist. Dafür sprechen zwei Momente. Erstens der bewußte Ausschluß der Vertreter der Arbeiterbewegung, vor allem unseres Genossen Sprinzak, aus der Exekutive. Sie haben in sehr schweren Jahren an der Spitze des Arbeits- und des Kolonisationsdepartements gestanden und wurden ohne Eücksicht auf ihre Qualifikation, lediglich, weil sie Vertreter der Arbeiter sind, entfernt. Das zweite Moment ist die Haß- und Verleumdungskampagne gegen die schwerkämpfende Arbeiterschaft, die dieser Exekutivbildung vorangegangen ist und als deren Ergebnis diese anzusehen ist. Das Programm der neuen Exekutive läßt nicht erkennen, daß hier die starke und aktionsfähige Autorität wäre, deren Palästina bedarf. Das Programm dieser Exekutive ist teils rein negativ, teils ein zufälliges Ergebnis zufälliger Personenkombination. Nichts in den Anträgen und im Memorandum, das die Exekutive diesem Kongreß vorgelegt hat, hat Hinweise auf einen positiven Teil des Programmes enthalten. Das Budget, das soeben angenommen wurde, bei dessen Abstimmung wir uns gleichfalls der Stimme enthalten haben, ist ein Budget entgegen der Politik unserer Partei. Wir haben gefprdert, daß mindestens fünfzig Prozent des Budgets für konstruktive, produktive, kolonisatorische Zwecke ausgegeben werden. Unsere Stellung zu der neuen Exekutive wäre demnach ausgesprochen negativ gewesen. Aber der Teil des Kongresses, der diese Exekutivbildung getragen hat, war zu schwach, um sie auch nur ins Leben zu rufen. Es bestand die drohende und schwere Gefahr, daß überhaupt keine Exekutive gewählt würde und daß die Vorgänge des Wiener Kongresses sich wiederholen. Im Bewußtsein, daß diese Gefahr für die Bewegung und den Aufbau nicht tragbar ist, im Bewußtsein, daß es sich um eine Tat von zionistischem Patriotismus im ernsten Sinne dieses Wortes handelt, haben wir uns sehr schweren Herzens entschlossen, uns der Abstimmung zu enthalten. Von diesem Augenblicke an wird die Partei die neue Exekutive, ihre Taten und Handlungen kritisch verfolgen und sie wird sie in der Arbeit selbst nach ihren Taten und Handlungen entschlossen richten. J ehoschua Suprasky (A. C, Palästina — jüdisch): Wir haben gegen den Vorschlag der Exekutive gestimmt und uns der Abstimmung über das Budget enthalten. Wir sehen in dem Budget keine Erleichterung der schweren Krisis, 462