Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 403 (sequence 445)
- Language
- German, English, Hebrew
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Landsberg, Berger, Neiger, Ruf eisen nicht zu Zionisten zweiten Banges herabgesetzt werden. Wir sind keine Beamten; es ist überhaupt nicht richtig, daß es zionistische Beamte gibt: wir sind nicht löbenslänglich angestellt und haben kein Pensionsrecht. Wir fühlen uns als Zionisten, die ohne Anstellung und ohne Pension ihre Pflicht tun, und wollen als Zionisten voll gewertet werden. Wir müssen den jungen Zionisten, die sich in den Dienst der Organisation stellen wollen, die Möglichkeit geben, wirklich hohe Ehrenämter zu bekleiden. Ich stelle fest, daß weder die Beamten der Exekutive, noch die des Keren Hajessod, noch die des Keren Kajemeth von den Beamten, die die Erklärung für sie abgegeben haben, vorher gefragt worden sind. Wir bestreiten jenen das Eecht, in unserem Namen Erklärungen abzugeben. Ich vertrete hier neunzig Prozent der Beamtenschaft. Del. Joachim Neiger (Westgalizien — jüdisch): Ich finde es merkwürdig, daß ein Delegierter, der selbst Beamter ist, diesen Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung gestellt hat. Der Antrag der Kommission enthält keine Spitze gegen die Beamten. Seit Monaten wird in der Presse und in allen zionistischen und nichtzionistischen Kreisen gegen uns Sturm gelaufen. Wir müssen daher etwas tun, um das Vertrauen der Oeffentlichkeit wieder zu gewinnen. Es ist nicht gut, daß Menschen, die am Zionismus materiell interessiert sind, über wichtige Fragen der Budgetierung mitentscheiden. Es ist Pflicht des Kongresses, ein Wort zu sagen, das die Welt beruhigen kann. Vorsitzender (nach Durchführung der Abstimmung): Der Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung (Berger) ist abgelehnt. Dr. Josef Rufeisen (A. C, Tschechoslowakei — deutsch): Ich bin dagegen, daß die Frage der Inkompatibilität hier entschieden wird, ohne daß der ganze Komplex der Fragen des Beamtenrechtes auch nur geprüft wird. Ich beantrage daher, den ganzen Vorschlag der Kommission dem A. C. za übergeben und das A. C. zu beauftragen, das Beamtenrecht and den Ehrenschutz der Beamten zu regeln. Del. Joachim Neiger: Die Ueberweisung an das A. C. ist ein Begräbnis erster Ellasse. Daß das der Kongreß nicht will, hat er durch die letzte Abstimmung bewiesen. Der Kongreß will ein dezidiertes Wort sprechen. 26* 403