Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 374 (sequence 416)
- Language
- German, English, Hebrew
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14. Sitzung: Bericht der Politischen Kommission Vorsitzender: Wir stimmen jetzt über den Kommissionsantrag absatzweise ab. (Nach Durchführung der Abstimmungen:) Absatzl ist mit 99 gegen 19 Stimmen angenommen; Absatz 2 ist angenommen; Einfügung des Hinweises auf Erez Israel im Absatz 3 (Antrag Locker) ist angenommen, ebenso der ganze Absatz 3 mit dieser Einfügung; Streichung des Absatzes 4 (Antrag Mossinsohn) ist abgelehnt; Streichung des Wortes „gemeinsamen" (Antrag Locker) ist abgelehnt; Absatz 4 in der Fassung der Kommission ist mit 77 gegen 29 Stimmen angenommen. (Beifall.) Wir stimmen jetzt oüber das Minoritätsvotum (Antrag Goldmann) ab. (Nach Abstimmung:) Der Antrag ist mit großer Mehrheit abgelehnt. (Zwischenruf Del. Stricker: Die große Mehrheit ist gegen die Priorität Palästinas!) Dr. Nahuin Goldmann (A. C, Eadikal — deutsch): Da der Kongreß den Mehrheitsantrag angenommen hat,, will ich ein zweites Minoritätsvotum einbringen, um wenigstens für die endgültige, letzte Beschlußfassung über die Befugnisse und Machtvollkommenheiten der Jewish Agency das Bestimmungsrecht des souveränen Kongresses zu wahren. Mein Antrag lautet: Der Kongreß fordert, daß die endgültige Beschlußfassung über die Konstitution und die politischen, ökonomischen und finanziellen Kompetenzen der erweiterten Jewish Agency durch einen neuen Kon» greß erfolgen soll, und beauftragt die neue Exekutive, vor der definitiven Konstituierung der erweiterten Jewish Agency einen Kongreß einzuberufen, der speziell der Entscheidung dieser Fragen die* nen soll. Diesem Kongreß soll die Exekutive die Vereinbarungen mit den nicht-zionistischen Gruppen, die zum Eintritt in die Jewish Agency bereit sind, vorlegen, in denen das Maß und die Form ihrer finanziellen Beteiligung am Aufbau des jüdischen nationalen Heims in Palästina bestimmt sein soll. Laut den Erklärungen des Präsidenten der Organisation in der Politischen Kommission ist hinsichtlieh der Frage der Konstitution und der genauen Kompetenzen der Jewish Agency noch nichts Definitives vereinhart. Die Frage ist nach unserer Auffassung von solch entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Zionistischen Organisation, daß nur ein Kongreß darüber endgültig entscheiden kann. Dieser Kongreß wird klar und deutlich wissen müssen, welche finanziellen Verpflichtungen die Nichtzionisten hei ihrem Eintritt in die Agency übernehmen. Bis heute weiß man nichts darüber. Erst wenn die Organisation wissen wird, ob von den Nichtzionisten 374