Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 361 (sequence 403)
- Language
- German, English, Hebrew
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Stricker, Silberschein, Ben-Zwi, Nurode daß der erste Vorsitzende unserer Kommission, Herr Dr. Wise, gezwungen war, die Kommission zu verlassen, bevor sie ihre Arbeiten abgeschlossen hatte. Ueber diesen Vorgang wird Herr Nurock die erforderliche Erklärung abgeben. Die Eesolutionen der Politischen Kommission beziehen sich auf vier Grundfragen: 1. die Fragen der Politik, 2. die der Jewish Agency, 3. die Wirtschaftsfragen und 4. auf eine Eeihe von Vorschlägen, die die neu zu wählende Exekutive zu betrachten haben wird. Ich möchte zum Schluß feststellen, daß die Kommission ihre Unzufriedenheit mit der politischen Lage in Palästina ausgesprochen hat und daß dies auch in der Einleitung zu den Eesolutionen der Kommission zu lesen ist. Abgeordneter Mordecliai Nurock (A. C, Misrachi, Berichterstatter der Politischen Kommission — jüdisch): Im Namen der Politischen Kommission habe ich die Ehre, in allgemeinen Strichen einiges über die Tätigkeit unserer Kommission zu sagen. Die Arbeiten der Kommission waren «ehr ernst. Wir haben die Berichte von Dr. Weizmann, Sokolow, Col. Kisch, Dr. Eder und Dr. Jacobson gehört und können konstatieren, daß die Mitglieder der Exekutive, besonders Dr. Eder, an unserer Arbeit einen aktiven Anteil genommen haben. Die Politische Kommission widmete ihre größte Aufmerksamkeit der politischen Lage in Palästina und hat ihre Unzufriedenheit mit der Politik der Mandatarmacht ausgesprochen. Die Mandatarmacht schreitet auf dem Wege der Verwirklichung ihrer Verpflichtungen, die sie dem Völkerbund gegenüber in Bezug auf das Mandat übernommen hat, allzu langsam vorwärts. Wir haben eine ganze Eeihe von Beschwerden hinsichtlich der Kolonisation, Industrie, Volksbildung, sanitärer Verhältnisse etc. vorzubringen. In der letzten Zeit zeigte die Eegierung ein gewisses Verständnis für unsere Arbeit; eine Aenderung im System der Durchführung des Mandats, wie das jüdische Volk es versteht, ist aber doch nicht eingetreten. Man ignoriert unsere berechtigten Forderungen in Bezug auf das Grenzkorps und auf unsere Beteiligung in den Sicherheits¬ und Verteidigungsorganen. Durch die traurigen Erscheinungen am Kotel maarawi verletzt man die Würde des ganzen jüdischen Volkes und die Gefühle der ganzen Kulturwelt. (Lebhafter Beifall.) Auf wirtschaftlichem Gebiete sind wir unzufrieden mit dem Zollsystem, mit dem Steuermodus und mit dem Kreditwesen. Den Vertrag mit Syrien erachten wir als schädlich. Die Kommission verlangt ferner auf Grund des Paragraphen 6 361