Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 317 (sequence 359)
- Language
- German, English, Hebrew
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Pick, Mereminski des Jischuw und des Chaluz in Europa nicht ungehört verhallen lassen, dürfen nicht zusehen, wie von den zur Einwanderung bereitstehenden Chawerim und Ohaweroth des Chaluz nicht einmal zehn oder fünfzehn Prozent zugelassen werden. Wir in Palästina können ohne Zufluß neuer Chaluzim unsere Positionen nicht mehr sehr lange halten. Die Krise im Lande schmerzt uns weniger als die Krise auf dem Meere. Nicht die Auswanderung schreckt uns — es ist nur natürlich, daß nich alle die Fähigkeit haben, sich dem Pionierleben, das in Palästina noch zehn oder fünfzehn Jahre dauern muß, anzupassen —, aber wir müssen dagegen protestieren, daß man keine Menschen nach Palästina hereinbringt. Ohne Einwanderung von Menschen wird es keine Einwanderung von Kapital geben, keinen Enthusiasmus und keine Hilfe von Seiten der Volksmassen. Wir müssen jeden Versuch, eine Abwanderung statt einer Alijah zu organisieren, mit Empörung zurückweisen; Zionisten, die eine solche Politik vorschlagen, verdienen als Antizionisten gebrandmarkt zu werden. Man muß die Alijah regulieren; sie aber ganz einzustellen, nicht einmal die zehnfach Erprobten unter den Ohaluzim zuzulassen, stumm und taub zu bleiben für den Euf der Chaluzim aus Eußland — das ist eine verkehrte Einstellung, die, wenn sie sich bei unserer Leitung zeigt, mit der Wurzel ausgerottet werden muß. Zu Punkt 2 muß der Vertreter der Leitung offen sagen, ob man in diesem Jahre eine Alijah von Chaluzim durchführen kann oder ob man die Alij ah einstellen muß. Zu Punkt 2 beantrage ich ein Amendement: Es sollen im letzten Absatz dieses Punktes nach dem Worte „sofort" die Worte eingesetzt werden: „alle Mittel zu ergreifen, um noch im Laufe des kommenden Jahres". Zu Punkt 3: Der Antrag des Vertreters der Exekutive bedeutet einen Uebergang zur Tagesordnung über diesen Punkt. Ich ersuche den Vertreter der Leitung, folgende Fragen zu beantworten: 1. Ist es wahr, daß im Briefe der Eegierung vom 25. August ein Satz steht, der sich gegen die Arbeiterklasse in Palästina wendet? Die Eegierung schreibt, daß sie mit keiner irgendwie gearteten Vergrößerung des Jischuw durch Arbeiter einverstanden sein kann. Weiß die Leitung, daß der Ausschluß von Arbeitern in der Form, wie er vorgeschlagen wird, be- 317