Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 311 (sequence 353)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Tunis 1× ep/1048155
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Dobkin, Tiomkin 3. Der Kongreß erblickt in der Verordnung der palästinensischen Regierang vom 25. August 1927, laut welcher jede Einwanderung von Arbeitern und Handwerkern unterbunden wird, einen neuerlichen Vorstoß gegen die jüdische Einwanderung nach Erez Israel. In diesem Vorgehen sieht der Kongreß den Versuch, die ohnehin begrenzten Rechte, welche der Zionistischen Organisation laut dem Einwanderungsgesetz vom Jahre 1925 zustehen, aufzuheben, und verpflichtet die zionistische Leitung, alle zu Gebote stehenden Mittel anzuwenden, um die Außerkraftsetzung dieser Verordnung zu bewirken. B. Hachscharah. 1. Der Kongreß anerkennt den Wert und die Bedeutung der Ghaluzbewegung und hält es für wünschenswert, der Ansicht Ausdruck zu geben, daß der Zeitpunkt gekommen ist, in welchem die nützlichste Qualifikation jedes Einwanderers eine möglichst gründliche Ausbildung ist, und daß die Ghaluzbewegung daher den Bedürfnissen der derzeitigen Lage am besten entspricht, wenn sie einer intensiven Schulung ausgewählter Chaluzim ihre besondere Aufmerksamkeit zuwendet. 2. In Anerkennung der besonderen Bedeutung der Ghaluzbewegung bei der gegenwärtigen Lage im Zionismus und in Erez Israel stellt der Kongreß das Vorrecht des Budgets für Hachscharah und Alijah innerhalb des allgemeinen Immigrationsbudgets fest. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Ghaluzbewegung in Rußland. Deshalb soll die für die Hachscharah und Ali) ah der Chaluzim in Rußland vorgesehene Subvention in erster Linie zur Auszahlung gelangen. Del. Vladimir Tiomkin (Tunis, Kevisionist — russisch): Geehrter Kongreß! Gestatten Sie mir, einige Erklärungen zu den Kesolutionsanträgen zu machen, die in der Immigrationskommission angenommen wurden. Sie verstehen, wie schwer es war, von einem Budget von 65.000 Pfund im Jahre 1925 und 39.000 Pfund im Jahre 1926 zu einem Zwergbudget überzugehen, welches dem sehr begrenzten allgemeinen Budget des kommenden Jahres eingegliedert werden kann. Die Immigrationskommission war sich der schweren Lage, in der sich die Organisation in Palästina befindet, voll bewußt, sowie auch der Fehler, die zu dieser Lage geführt haben. Sie ist aber der Meinung, daß von einer vollständigen Amputation der Einwanderung oder von einem Verzicht auf unseren Anspruch, die Einwanderung zu kontrollieren, keine Eede sein dürfe. Das würde in den Augen der jüdischen Massen die Bedeutung eines Zugeständnisses haben, daß wir Zionisten wenig- 311