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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 292

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 292 (sequence 334)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6777-3482924
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9. Sitzung: Referat über Keren Hajessod helfen, so sollen sie dafür sorgen, daß die zionistischen Organisationen in den einzelnen Ländern wieder die Propaganda für Palästina übernehmen. Das bedeutet vor allen Dingen, daß die Führer der zionistischen Bewegung in den einzelnen Städten und Ländern in höherem Maße als bisher ihre Arbeit in den Dienst der Aufklärungsarbeit über Palästina stellen. Niemand wird leugnen, daß es im jüdischen Leben des Galuth wichtige und große Aufgaben gibt, welche den aktiven Zionisten beschäftigen. Niemand wird leugnen, daß die Zukunft Palästinas sich nicht auf einer wirtschaftlich zerrütteten und national demoralisierten Diaspora aufbauen kann. Auch hier gilt aber, was über die Pflicht zur finanziellen Leistung gesagt werden mußte: Es gilt, über den peinigenden Sorgen des Alltagslebens die Frage der Zukunft nicht zu vergessen. Es gilt, den Zionismus auch im täglichen Leben der jüdischen Politik zu bewähren. Wer die Konsequenzen des nationalen Judentums zieht, der muß verstehen, daß die Palästinafrage — unabhängig von allen Schattierungen und Nuancierungen des jüdischnationalen Gedankens — stets im Vordergrund des jüdischen politischen Lebens stehen muß; der muß verstehen, daß die Beschäftigung mit den Fragen des Palästinaaufbaus nirgendwo bloß einigen unausgefüllten Stunden überlassen oder den kleineren, unbedeutenderen Geistern der Organisation vorbehalten bleiben darf. Hiergegen wird bei uns viel gesündigt. Männer, auf deren volle Mitarbeit jeder Freund Palästinas den größten Wert legt, erwecken in der Oeffentlichkeit den Anschein, ials ob die Arbeit für Palästina, als ob die Tätigkeit für den Keren Hajessod und den KKL ihrer großen Fähigkeiten und ihrer Zeit nicht wert seien. Auch hier geht es nicht nur darum, daß diese Menschen unserer Arbeit fehlen; viel schlimmer ist, daß sie ein Beispiel geben und daß sie gerade in der Jugend den Sinn für die richtige Einschätzung dessen, was man sich jetzt gewöhnt hat die „reine Palästina-Arbeit44 zu nennen, trüben. 292

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