Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 291 (sequence 333)
- Language
- German, English, Hebrew
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Hantke auch keinen Reserveposten, so daß die ungewöhnliche Situation, wie sie die steigende Arbeitslosigkeit schuf, vom Budget nicht bewältigt werden konnte. Zur Unkostenfrage. Die Aufbringung der Mittel des Keren Hajessod ist mit ziemlich hohen Unkosten verbunden. Wer sich mit dieser Frage ernst beschäftigt hat, der weiß, daß öffentliche Sammlungen überall in der Welt nur unter Aufwendung sehr erheblicher Mittel durchführbar sind. Sowohl die allgemeine Propaganda als auch die Durchführung der Zeichnungen und besonders das Inkasso der Zeichnungen verursachen erhebliche Unkosten. Diese Unkosten steigen mit dem Umfang der Sammlungen. Denn je weiter der Kreis der Leistenden gezogen wird, in desto stärkerem Maße erfaßt die Propaganda Menschen, die nur schwer zur Leistung zu veranlassen sind. Trotzdem könnte die Höhe der Unkosten eine geringere sein. Heute müssen der Keren Hajessod und der KKL die Propaganda für Palästina führen. Das war nicht die Absicht bei Gründung des Keren Hajessod und das war nicht die Aufgabe des KKL vor dem Kriege. Damals empfanden es die zionistischen Organisationen in den einzelnen Ländern als ihre Aufgabe, idiese Propaganda zu führen. Der Keren Hajessod müßte von einer Propaganda für Palästina, so weit es sich um zionistische Kreise handelt, vollkommen frei sein. Für Zionisten sollte er nur der Steuererheber für Palästina sein. Seine Propagandatätigkeit sollte sich auf diejenigen Kreise beschränken, welche der Zionistischen Organisation nicht angehören. Wenn dieses Ziel erreicht würde, würden die Unkosten des Keren Hajessod erheblich sinken. Diejenigen Zionisten aber, die die Unkosten des Keren Hajessod in den einzelnen Ländern als zu hoch empfinden, befinden sich auf einem falschen Wege, wenn sie auf Beschränkung der Propagandaausgaben dringen. Auf diesem Wege wird nur eines gelingen: der Rückgang der Einnahmen des Keren Hajessod. Wollen sie aber dem Keren Hajessod wirklich 19* 291